Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Mo 4. Mai 2020, 16:00 
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Hallo Ihr Feldbahnsinnigen,

für den 1./2. Mai stand bei mir der "6. Fahrtag der Gartenbahnfreunde Leipzig-Nord" in der Zschortauer Straße in Leipzig im Kalender. Da wollte ich eigentlich auch mit meiner Feldbahnerei ein bißchen mitmischen, aber der Herr Corona hatte auch da wie überall seine virenbeschmutzten Hände im Spiel und folglich wurde es (wieder) ein langes Wochenende mit viel Zeit.
Na ja, eigentlich habe ich ja noch ein paar offene Baustellen, z. B. meine Dieseltankstelle oder die Dampflok mit Triebtender, über die ich hier im Forum noch Beiträge anstehen habe. Aber Ideen habe ich auch noch viele und so wollte ich mal was beginnen, was mir schon länger im Kopf rumspukte - eine Kastendampflok auf Basis der Faller-E-Train-Dampflok. Ich eröffne mal mit folgendem Bildchen:

Bild

Man nehme 2 Lokgehäuse und ein Dach eines Faller-Personen- oder Güterwagens und schon hat man die Grundabmessungen vor sich. Von den Lokgehäusen trennt man die Führerhäuser heraus, was hier auf dem Bild schon geschehen ist. Und so kommt man zur ersten Stellprobe, hier noch auf dem Grundrahmen einer Faller-Diesellok:

Bild

Auf den zweiten Blick merkt man dann allerdings, dass das mit dem Grundrahmen letztlich zu hoch wird oder man müsste soviel ringsum abschnippeln, dass es eigentlich schade um das Originalteil ist. Da ist es doch sinnvoller, eine neue Grundplatte anzufertigen, die die charakteristischen Öffnungen erhält, dass man das Faller-Fahrwerk einhängen kann.

Bild

Zunächst werden aber die beiden Führerhäuser auf 68mm Abstand miteinander verbunden, damit man ein sauberes Grundgehäuse erhält. Das ergibt eine Länge von 180mm und wird mit dem 186mm langen Dach gut überdeckt. Die Dachwölbung des Daches und die Wölbung der Führerhausstirnwände stimmen (glücklicherweise) exakt überein. Die roten Führerstandsböden verwendet man wieder.

Bild

Wenn man hat (und man hat) nimmt man noch ein drittes Führerhaus und verwendet die vorderen Kanten mit der Niet-Immitation als Verbindung unterhalb der Dachkante.

Bild

Wenn man den Kessel probehalber einsetzt, merkt man, dass der Schornstein zu kurz ist und nicht weit genug oben rausschaut. Da braucht man also noch was anderes.

Bild

Da ist wieder die gut gefüllte Kramkiste gefragt! Ein defekter Raucherzeuger-Schornstein der LGB-Stainz erweist sich als lang genug und wird der neue Schornstein.

Bild

Na bitte, der ist doch lang genug und wird später noch genauer angepasst. Inzwischen hat sich im "Fundus" auch ein ordentliches Dach blicken lassen, das wird jetzt das jenige weiterzuverwendete werden.

Bild

Nun gibt's also auch die oben angesprochene neue Grundplatte mit den Aufnahmen für das Faller-Fahrwerk und auch gleich für die Zylinder. Da das Fahrwerk später sowieso verkleidet werden soll, wird's wohl das originale bleiben. Das läuft auf meiner Fallergleisanlage sicher und die dritte Achse wird hinter der Verkleidung dann nicht mehr sichtbar sein. Ein Problem ist noch der weit vorn sitzende Dampfdom auf dem Kessel. Da ich mir eine seitliche Bedienung der Lok durch den Lokführer vorstelle, werde ich das Mittelteil vom Kessel noch heraustrennen und andersrum wieder einsetzen. Aber im Moment ist das jetzt der Stand der Dinge, mal schauen, wann's weiter geht.

Ja, nun könnt' Ihr mich erstmal "zerreißen" und schreiben, der spinnt, der Lindenauer, mit seinem Zeugs. Ist doch keine Feldbahnlok und außerdem Spielzeug. Tja, einer meiner Modellbahnfreunde ("rabe") hat immer ein niedliches Schild an seiner Anlage: "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit" - Und ich finde, Recht hat er! Spaß soll's machen!

In diesem Sinne die besten Grüße vom Lindenauer

Micha

(und bleibt alle weiterhin gesund!)


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Di 5. Mai 2020, 07:28 
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GuMo Micha,
wie wäre es, wenn die Lok zum B-Kuppler mutiert?

LG, Bernd

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Macht meine Welt nicht kaputt!


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Di 5. Mai 2020, 15:15 
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Hallo Bernd,

ja, prinzipiell gebe ich Dir Recht. Ich sage jetzt mal, die Option werde ich mir offen halten. Das Faller-Fahrwerk ist auf Grund der nachgebauten Faller-Aufnahme innerhalb einer Minute wieder entfernt. Und ein paar Pola-Maxi T3-Radsätze gibt's auch noch. Vorerst möchte ich den Lokkasten halbwegs komplettieren und wenn der einigermaßen "stimmig" wird, dann wird die Sache "untenrum" nochmal neu bewertet. Ich werde hier zum Thema den Baufortschritt hin und wieder aufzeigen.

Danke für Deine Wortmeldung und beste Grüße an Dich und alle Mitleser

vom Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Di 5. Mai 2020, 16:56 
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Beiträge: 33
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Hallo Micha,
Das ist eine schoene Bastelei, nahe beim Original und doch ganz anders. Aber: Es gab auch C-kuppler Kastendampfloks, zB. die Ec 3/3 der ehem. Huttwil - Wolhusen Bahn in der Schweiz. Wenn man in den Wikis und sonstigen Tiefen der Gockelfraktion herumgurkt, wird man wohl noch mehr finden!? Ich wuerde das Loeckelchen dreiachsig lassen!
Cheers
Hansbattli


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Mi 6. Mai 2020, 10:05 
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Hallo,
bei einem voll verkleideten Triebwerk dürfte die Achsanzahl ziemlich egal sein, hauptsache der Rest paßt:
http://www.minitrains.eu/sources/2071.jpg
(Minitrains Kastendampflok)

MfG

Ronald

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"Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist!"

Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Do 7. Mai 2020, 22:00 
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Hallo Ihr Kastenlok-Interessierten und sonstige Mitleser,

ob nun dreiachsig oder doch zweiachsig, da hatte ich ja schon geschrieben, lasse ich im Moment noch offen. Ein verkleidetes Fahrwerk soll sie auf jeden Fall kriegen, ggf. so ähnlich wie die OEG 102, die wir von Eggerbahn oder auch viel größer von LGB kennen. Man soll ein wenig die Räder dahinter noch sehen können. Im Moment geht's mir aber mehr um prinzipielle Sachen, um ein glaubwürdig erscheinendes Lök'chen hervor zu bringen. Ich stöber' immer mal im Netz und schaue, was ich so zum Thema Kastenlok finden kann. So zum Beispiel, wo lagern die Kohlen, wenn es keinen hinteren Kohlekasten gibt. Wie sieht der Bedienstand des Lokführers aus, wenn er seitlich neben dem Kessel angeordnet ist. Und da habe ich heute eine schöne Fotoserie zur DEV-Lok "Plettenberg" gefunden, wo einige Ansichten schon einen Teil meiner Fragen beantwortet. Schaut mal hier:
https://www.globetrotter-fotos.de/technik/volldampf/deutschland/volldampf-bahnen/kastenlok-plettenberg.html
Nun soll meine Lok letztlich keine Plettenberg werden, aber hier kann man mal den Lokführer direkt bei der Arbeit auf der Lok sehen und auch diverse Bedienelemente sind recht gut abgelichtet. Hier werde ich mir sicher was "mit den Augen mausen".
Schau'n mer mal, wenn ich Euch hier neue Bilder vom Baufortschritt zeigen kann.

Es grüßt Euch alle der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Fr 8. Mai 2020, 08:12 
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Hallo,
im BBF war das Thema Kastenlok mal vor langer Zeit aktuell, vielleicht kannst du in den berichten was brauchbares finden:
http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=262&highlight=kastenlok

MfG

Ronald

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Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Kastendampflok in IIe - auf FALLER-Basis
BeitragVerfasst: Mo 18. Mai 2020, 21:44 
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Registriert: So 10. Mär 2019, 21:48
Beiträge: 46
Hallo Ihr Feldbahnsinnigen,

ich hoffe, Ihr seid alle noch gesund und habt beim Basteln keine Maske auf! Infiziert sind wir eh' alle, aber eben mit dem Feldbahnervirus! ;)
Danke zunächst an den Ronald für seinen Link zum Buntbahnforum, der Beitrag zu den Kastenloks ist ja ein umfassendes Werk, stolze 54 Seiten lang und auch wenn seit dem Erstellen im Jahre 2003 nicht mehr alle Bilder verfügbar sind, sind trotzdem noch genügend vorhanden, um daraus die eine oder andere Ansicht zu entnehmen. Natürlich habe ich nicht nur gelesen, sondern auch weiter gebaut und möchte mit folgendem Bildchen meinen Bericht fortsetzen:

Bild

Hatten wir doch erst, höre ich Euch sagen - ja so ähnlich. Ich habe also den Kessel zertrennt und das Mittelteil herum gedreht, so dass der Dampfdom jetzt weiter hinten sitzt, damit näher in Lokmitte und besser für meinen geplanten Arbeitsplatz des Lokführers auf der rechten Seite. Außerdem habe ich 2 Kohlebehälter angefertigt, die innerhalb des Lokkastens links und rechts hinten platziert sind. Unter solchen Platzverhältnissen im Original muss ja der Lokführerplatz notgedrungenermaßen an der Seite liegen. Und der Heizer kann nur mit einer (sehr) kurzen Schaufel hantieren.

Bild

So sieht also die ganze Sache zusammengesetzt aus. Die ehemals hellgrauen Seitenteile habe ich wieder raus geschmissen und durch 3mm höhere ersetzt, so dass der Lokführer bei schlechter Gleislage nicht mehr über die "Reling" fallen kann. :o Und dann habe ich begonnen, der Lok ein Gesicht zu geben.

Bild

Gestatten, Faller-Kastenlok! Nun mit Dach, aber ohne Schornstein, weil das Dach noch kein Loch dafür hat. Vorerst 2 Scheinwerfer aus der Faller-Kiste und eine angedeutete zweigeteilte Frontklappe, um Arbeiten an der Rauchkammer ausführen zu können. Eigentlich müsste die Rauchkammertür auch zweigeteilt sein, damit man sie überhaupt innerhalb des Lokkastens voll öffnen kann. Da lasse ich mir noch was einfallen, wenn es an die Komplettierung des Kessels geht. Die Frontplatte ist momentan noch in Rohform, da wird auch noch was dran getan werden. Da die Lok vorn-wie-hinten weitestgehend gleich aussehen wird, werden für die Rückwand die gleichen Teile nochmal erstehen müssen.

Gut, soweit für heute. Wir gehen stark auf's lange Himmelfahrtwochenende zu, dank der Lockerungen in den Kontaktbestimmungen kann man sich wieder mehr draußen bewegen, folglich werden die Stunden im Bastelkeller kürzer ausfallen. Aber das ist gut so, dass man sich nicht mehr im "Corona-Bunker" verkriechen müßte. Genießt alle die freien Tage, trinkt ein gemütliches Bier im wieder geöffneten Biergarten, trefft wieder alte Bekannte - aber denkt trotzdem noch an die Abstandsregel.

In diesem Sinne beste Grüße vom Lindenauer

Micha


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