Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: Aus LIMA Giumbo-Batterielok wird eine Feldbahnlok in IIe
BeitragVerfasst: Mi 21. Okt 2020, 21:36 
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Hallo Ihr alle,

stellt Euch vor, Du bist mit Deiner Anlage auf einer Ausstellung und dann kommt einer Deiner Bekannten und stellt Dir mit den Worten "Kenns'de die eigentlich..." eine Lok auf die Anlage:

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Nee, kannte ich bis dato nur von Bildern im "Netz", die Batterielok aus der LIMA Giumbo Serie. Eigentlich gar nicht so schlecht, offensichtlich haben da die LIMA-Leute die H0e Eggerbahn-Westerndampflok im Sinn gehabt und sie einfach mal auf die Nenngröße 0 "aufgeblasen". Na wie dem auch sei, mein Interesse war geweckt, man müßte so ein Teil mal in die Finger kriegen. Also Such-Option mit Benachrichtigung auf der 3-2-1-meins-Plattform eingegeben und irgendwann im Königreich GB fündig geworden. Preis war auf Grund des Zustandes ok, das Porto muss man eben hinnehmen.
Den Batterieantrieb kann man allerdings sofort in die Tonne treten, außerdem fahre ich ja immer noch altmodig mit Strom aus der Schiene. Also habe ich in die Fallerkiste gegriffen und ein Fallerfahrwerk drunter gestellt.

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Na ja, das ganze Gebilde ist einfach zu lang, da muss man mehr tun und außerdem soll's zum Schluß ein B-Kuppler werden. Das Führerhaus müßte weiter vorn sitzen und damit der Kessel kürzer sein. Das Führerhaus hat außerdem nur eine Höhe von ca. 65mm, da kann kein IIe-Feldbahner drin stehen. Eine Aufstockung kommt aber auch nicht so recht in Betracht, da würde man die recht gut detailierten Seitenwände beschädigen. Darum habe ich das Führerhaus nach unten verlängert, sozusagen die Fußbodenhöhe nach unten verlegt, das schafft somit die nötige Höhe, damit das Lokpersonal nicht ständig den Kopf einziehen muss. Ich glaube, meine Bildchen hier zeigen am besten, was ich so verändert habe:

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Natürlich mußten der Kuhfänger und die "Ami"-Lampe verschwinden und der "güldene" Schornstein wurde einfach durch einen vom Fallergehäuse ersetzt. Das Fallerfahrwerk habe ich rückwärts eingesetzt, da zwischen den beiden Zylindern genug Platz für den Motor ist und ich dann nach hinten genug Spielraum habe, um den späteren Achsstand als B-Kuppler festzulegen.

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Das Führerhaus habe ich hinten angeschrägt, auf dem Originalgehäuse ist die Nietreihe dazu sogar schon angedeutet, also habe ich das entsprechend abgesägt und mit 2mm Polystyrolplatten-Material wieder verschlossen.

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Damit kommt zunächst folgendes Erscheinungsbild zustande, hier im Vergleich zur Originallok:

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Und hier nochmal allein hingestellt, ja, das Führerhaus ist auf Grund des Riesen-Seitenfensters immer noch zu lang. Das möchte ich aber auch nicht wegschneiden, ansonsten wäre eben die Detailierung der Seitenwände beschädigt. Als B-Kuppler wird hier etwa ein Achsstand von 55mm rauskommen, im Moment sind's ja noch fallergemäße 67mm.

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Mal sehen, wie es hier weitergeht, ich werde natürlich dem Baufortschritt entsprechend diesen Beitrag weiterführen. Wer meine Beiträge verfolgt, der weiß, dass ich auch noch andere (angefangene) Projekte stehen habe. Das sehe ich locker, weitergebaut wird immer da, wo ich gerade eine neue Idee und Lust drauf habe, man will sich ja nicht selbst stressen.

In diesem Sinne grüßt Euch alle der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus LIMA Giumbo-Batterielok wird eine Feldbahnlok in IIe
BeitragVerfasst: So 8. Nov 2020, 22:16 
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Hallo Ihr Feldbahnsinnigen,

die Liste der aktiven Themen ist im Moment recht kurz geworden, deswegen möchte ich hier meine LIMA-Lok nochmal ins Geschehen werfen. Seit Anfang des Monats haben wir ja nun wieder (beinahe) den Lockdown, wenn auch in seiner "light"en Form. Es ist also wieder mehr Zeit zum Basteln und eh' man sich unter die "Aluhüte" mischt und querdenkt, ist mir dann der Bastelkeller doch der bessere Ort, an dem man sich mit Abstand seiner geliebten Tätigkeit widmen kann.
Meine Lok steht zwar immer noch wie ein Maikäfer auf 6 Beinen, heißt am Fahrwerk habe ich noch nichts gemacht. Aber "obenrum" sind einige Dinge geschehen, die ich Euch zeigen möchte. Hier zunächst als Einstandsbild eine Frontansicht:

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Die Ami-Rauchkammertür mit angedeuteter Mittellampe habe ich herausgetrennt und stattdessen eine H0-Rauchkammertür der BR95 eingesetzt. Die gibts direkt als Einzelteil und passt in etwa vom Durchmesser her. Das (rote) Handrad habe ich aus einem anderen Schrottgehäuse heraus"gefitschelt", wenn's später mal schwarz ist, dann ist's auch nicht mehr so auffällig. Und die rote Stirnplatte hat ein, ja - wie heißt das eigentlich, Entgleisungsschutzprofil (?) aus Messing erhalten. Falls jetzt einer meckert, dass der Schornstein nicht ganz gerade ist, dem sei gesagt, der steckt zur Zeit nur drauf und für's Foto hätte ich ihn nochmal ausrichten sollen. Nächstes Bildchen, diesmal von hinten:

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Auch hier gibts jetzt eine Rahmenabschlussplatte mit dem gewissen "mmmh...profil" unten dran. Die Nietreihen auf dem Originalgehäuse habe ich mit 0,5er Nieten (0,8er Kopf) nach unten in meinen Gehäuseansatz verlängert. Nach der Farbgebung soll man den Gehäuseansatz möglichst nicht mehr als solchen erkennen.

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Und nun nochmal eine Seitenansicht; da habe ich einen Kohlenkasten auf die linke Seite gezimmert, der ist aber noch nicht ganz fertig. Den habe ich aus 1mm Plastematerial gemacht und von außen mit zugeschnittenen Holz-Rührstäbchen beklebt. Der bekommt vsl. noch ein paar schräge Aufsatzbretter und wird auch noch gebeizt, so dass der Holzcharakter optisch erhalten bleibt. Das güldene Sicherheitsventil-"Gedöns" am Dampfdom stammt von einem ETS-Gehäuse, die Teile fanden sich auch noch in einer Bastelkiste. Wasserkasteneinläufe aus Messing (gelötet) habe ich in Arbeit. Ein paar Rohrleitungen wirds am Kessel später noch geben und dann gehts ans Fahrwerk. Bei meiner nächsten Wortmeldung steht das gute Stück dann hoffentlich auf ihren angedachten 4 Füßen sprich 2 Achsen.

Soweit für diesmal, bleibt gesund und bastelt alle schön weiter.

Beste Grüße vom Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus LIMA Giumbo-Batterielok wird eine Feldbahnlok in IIe
BeitragVerfasst: Mo 9. Nov 2020, 09:00 
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Registriert: Do 22. Nov 2018, 14:07
Beiträge: 36
Wohnort: Somerset West/Kapstadt
Das "Gebastel" gefaellt mir sehr!
Cheers
Hansbattli


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus LIMA Giumbo-Batterielok wird eine Feldbahnlok in IIe
BeitragVerfasst: Do 3. Dez 2020, 16:37 
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Beiträge: 86
Hallo Ihr Feldbahnsinnigen,

nach einem knappen Monat Ruhe möchte ich hier mein IIe-"Spielzeug" wieder auf eine Ansichtsrunde schicken. Gebastelt habe ich zwar fast an jedem Tag in der Zeit, aber hauptsächlich habe ich ein Anlagenteil überarbeitet und darüber gibt's nicht wirklich was zum Zeigen, außer ein paar Lötstellen und neuem Verbindungskabel - das Los derer, die immer noch mit Strom aus der Schiene fahren :roll:

Aber danach gings nun doch wieder an der LIMA-Lok weiter und ich hatte ja letztens schon angedeutet, dass das Teil demnächst auf 4 Füßen stehen soll, sprich ein B-Kuppler wird's werden. Hieß also zunächst mal, raus mit dem Fallerfahrwerk...

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...und rein mit einem Regner-Fahrwerk, dem ich Räder von der POLA-Maxi-T3 verpasst habe. Das klingt zunächst einfach, hat aber so seine Tücken, da beinahe jedes POLA-Maxi-Rad (oder auch von Raimo) nicht unbedingt rund läuft und meistens einen Höhenschlag hat, heißt, die Achsbohrung nicht hundertprozentig zentriert sitzt. Hat wahrscheinlich die Ursache, dass die T3 oft als antriebsloser Bausatz angeboten wurde und man da nicht unbedingt Wert auf die Qualität der Räder legte. Aber vom Raddurchmesser mit knapp 25mm sind sie doch schöner als die Fallerräder mit ihren knapp 22mm. Zum Glück hat man eine Drehmaschine und muss den ganzen "Schnuddel" neu zentrieren, dann gehts. Genug gelabert, so siehts nun als B-Kuppler aus:

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Auch am Kessel ist einiges dazu gekommen, besonders die beiden "thermoisolierten" Naßdampfleitungen aus 3mm Kupfer waren mühsam zu formen. Die erste Leitung ging, aber spiegelgleich dazu die zweite war schon eine Herausforderung, die insgesamt 3 Versuche erforderte. Thermoisoliert habe ich sie dann mit 3mm Streifen aus einem alten Herrentaschentuch (gerissen) und mit 2-Komponentenkleber darum gewickelt. Die Lokführerseite kann ich auch noch zeigen:

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Und noch eine freundliche Frontansicht...

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So nach und nach kommt's dahin, wie ich mir das vorgestellt habe. Durch die größeren Räder ist die Lok jetzt auch 2mm höher geworden, nun kann ich auch die Kupplungshöhe festlegen. Für Lok's habe ich "meine" spezielle Kupplung, die ich aus Messing herstelle, die sich aber natürlich an der Kupplungshöhe von Regner (10mm an der Unterkante über S.O.) orientiert. Auf die gehe ich näher ein, wenn ich sie hieran zeigen kann.

Soweit für dieses Mal, lasst Euch nicht die Adventsstimmung durch die Corona-Massnahmen vermiesen. Auch der längste Tunnel ist irgendwann zu Ende!

In diesem Sinne grüße Euch alle der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus LIMA Giumbo-Batterielok wird eine Feldbahnlok in IIe
BeitragVerfasst: Fr 4. Dez 2020, 05:51 
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Administrator
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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 22:48
Beiträge: 2311
Hallo,
mit dem Regnerantrieb sehen die Proportionen der Lok schon wesentlich besser aus.
Bin mal auf den weiteren Baufortschritt gespannt!

MfG

Ronald

_________________
Die Irrwege einiger weniger führen Millionen ins Verderben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus LIMA Giumbo-Batterielok wird eine Feldbahnlok in IIe
BeitragVerfasst: Do 18. Feb 2021, 22:35 
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Beiträge: 86
Hallo an alle Feldbahnsinnigen,

heute möchte ich Euch mal wieder mit dem Umbau meiner LIMA-Batterielok auf den "Docht" gehen. Ich mußte gerade feststellen, dass die letzte Meldung zum Thema vom 03. Dezember letzten Jahres ist. Klar, ich habe nicht durchgehend an der Lok weitergebaut, aber erstaunlich ist's schon, wie die Wochen und Monate (trotz Corona) so dahin rinnen. Der letzte Stand der Dinge war der Einbau des Regner-Antriebes und das Aufziehen von POLA-Maxi- oder Biller- oder Raimo-Rädern, letztlich alles das Gleiche. Und wie sagte schon der gute Meister Röhrich im ersten "Werner"-Film? - Arbeit zieht Arbeit nach sich! Genauso war's hier, durch die größeren Räder ist die Lok höher geworden und damit stimmte die Anbauhöhe der Zylinder (die ja als Attrappe lediglich am Gehäuse angespritzt waren) nicht mehr mit der Radmitte überein. Und meine bereits zugeschnittenen Rahmenabschlussplatten reichten auch nicht mehr weit genug nach unten. Also neu machen und da hat man dann wenig Lust dazu :cry: Aber nun ist's geändert und die Lok zeigt sich in diesem Erscheinungsbild:

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Von den Zylinderattrappen kann ich zumindest die Deckel wieder verwenden, was auch gleich den Zylinderdurchmesser festlegt. 14mm sind's und dazu habe ich entsprechendes Messing-Rundmaterial verwendet und ein zugearbeitete Plasteverkleidung verschraubt. Die Rahmenabschlussplatten sind nun 4mm nach unten länger und ich habe auch schon eine Puffereinrichtung angefertigt und angebaut, Unterkante 10mm über S.O., damit kann der Regner-Kupplungshaken von unten einfassen. Für den Regnerantrieb gibt es fertige Kuppelstangen, also eine Sorge weniger. Die schwarze Kiste ist nicht der Bierkasten der Lokmannschaft, sondern die hintere Rahmenverlängerung, dazu weiter unten mehr. Und so sieht's von hinten aus:

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Neue Rahmenabschlussplatte, nach unten auch wieder 4mm länger und die Messing-Puffereinrichtung. Auf dieser Seite wird später noch ein Regner-Kupplungshaken untergebaut.

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Das Ganze auf den Kopf gedreht, da fällt sofort auf, dass unter dem Führerhaus noch was zu "füllen" wäre. Eigenlich auch vorn, aber das Teil kommt später dran.

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Hier kommt also die "Bierkiste" zum Einsatz, nee, ist aber tatsächlich ein eigens dafür angefertigtes Teil aus Plastematerial. Wird vielleicht später noch mit einem Gewichtsstück aufgefüllt.

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Zum Schluss noch eine volle Breitseite, da sieht man den hinteren Rahmenabschluss sozusagen im Einsatz. Na ja, das Führerhaus wollte ich ja nicht ändern, ist eben in dieser Form eine "Laube" für mindestens 4 Personen, aber damit muss ich nun leben. Die alte Kreuzkopfführung aus Plaste kommt noch ab, da habe ich gerade begonnen, aus Messingprofilen was zu erfinden. Den Zylindern muss ich auch noch eine zentrische Bohrung verpassen und wenn sich da ein Kreuzkopf erstmal mit Kolbenstange hin und her schieben lässt, bin ich (gefühlt) ein Stück weiter. Ich werde mich zu gegebener Zeit wieder zum Thema melden.

Corona trotzen und weiterbasteln! - das meint der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus LIMA Giumbo-Batterielok wird eine Feldbahnlok in IIe
BeitragVerfasst: Mo 22. Feb 2021, 10:32 
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Registriert: Sa 14. Aug 2010, 11:30
Beiträge: 495
Hallo Micha.
Sieht schon toll aus und wird immer besser.
Ich bin beim Gartenbahn putzen und bereite ein paar neue Projekte vor.
Gruss, Uwe.


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