Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Di 30. Nov 2021, 22:33 
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Beiträge: 153
Hallo an alle Freunde des Vierloch-Scheibenrades,

ich habe mich am letzten Wochenende nochmal damit befasst, irgendwie musste das mit dem Vierloch-Scheibenrad (natürlich auch mit dem fünften drin ;) ) werden. Ich hatte 2 Ansatzpunkte, zum einen hatte ich ja schon aus 4 Faller-Rädern Vollscheibenräder gemacht, indem ich jeweils eine passende Scheibe hergestellt und auf die imitierten Speichen aufgeklebt hatte. (s. weiter oben im Beitrag) Die Lötarbeiten dazu und das nachfolgende Verschleifen waren allerdings recht aufwendig. Zweiter Gedankenpunkt war, die Einlegescheiben gleich mit der 4-Lochbohrung zu fertigen und da gewöhnlich jeder Wagen 4 Räder hat, gleich 4 Bleche übereinander zu löten. Gesagt, getan - ich habe 4 Stück 1mm-Ms-Bleche zugeschnitten, 20x20mm, übereinander gelötet, "leidlich" die Ecken abgefeilt und dann in der Drehmaschine richtig "rund" gemacht, auf Außendurchmesser 18,2mm abgedreht. Nun erstmal ein Bildchen:

Bild

Hier sieht man rechts mein Scheiben"paket", da sind es noch 3 Stück aufeinander, die vierte habe ich schon mal probeweise in eine Faller-Radscheibe eingesetzt. Diese Messingscheibe habe ich auch als Bohrschablone für meine vorher angefertigten Scheibenradsätze genutzt, mit 3mm gebohrt und dann auf 4mm aufgebohrt. In diese Löcher habe ich kurze Stücken 4mm Plasterohr eingeklebt, die ich zuvor auf der Minikreissäge abgelängt hatte. Wenn der Kleber ausgehärtet war, habe das Innenloch auf 3,3mm aufgebohrt, da bleibt dann nur eine sehr dünne Wandung stehen und bildet den Gußrand des jeweiligen Loches nach. Und wenn es dann mal läuft, dann will man auch ein Ergebnis sehen, also ab mit den Speichenrädern vom HoKaKi und nun die neuen dran gebaut. Und da ich zwischendurch immer schon ein bißchen mit der Alterung am (Regner-Plaste)Holzkasten gemimelt habe, ging es recht schnell und ein "alter" Holzkastenkipper stand auf der Werkbank. So sieht er jetzt aus:

Bild

Ich denke mal, den angedeuteten Gußrand an den Löchern kann man durchaus erkennen. Auch wenn das eine ganz schöne Fummelei war mit insgesamt 16 Löchern, aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Hier gibts noch eine Stirnansicht:

Bild

...wobei man sieht, dass die angedeuteten schrägen Eisenbänder an der Stirnwand leider nicht im richtigen Winkel zum Kipp-Punkt verlaufen. Aber abschleifen und neu aufbringen möchte ich die Dingers auch nicht, bleibt so!

Bild

Soweit der Stand der Dinge mit dem Musterwägelchen, von mir weiter oben "Vorserienmodell" genannt. Nun möchte ich davon 6 Stück bauen, ein paar Teile habe ich schon entsprechend oft vorbereitet, wenn ich allerdings bedenke, dass ich da auch noch 24 Räder brauche, da werde ich noch mehrere Fleiß-Offensiven an den Tag legen müssen, um das durchzuziehen. Aber im Moment ist man ja zum "Kellerhocken" verdammt, mit irgendwas muss sich ja der Mensch beschäftigen...

denkt sich der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Fr 3. Dez 2021, 10:06 
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GuMo Micha,
zuerst dachte ich "Oh der ist aber hochbeinig". Nun im fertigen Zustand (und nachdem ich mal die HoKaki von Doeneke, Bachmann und Lasergang verglich) wirkt es ganz anders.
Nun freue ich mich dann auf einen langen Zug ;)

LG Bernd

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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Fr 3. Dez 2021, 18:24 
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Hallo,
die Mühe hat sich gelohnt, sehr gut geworden!

MfG

Ronald

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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Fr 3. Dez 2021, 21:41 
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Registriert: So 13. Jan 2019, 11:57
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Wohnort: Ungarn Nähe Tapolca Balaton
Hallo Micha,
gefällt mir gut, auch Deine Beschreibung regt zum Basteln an.

nette Grü0e, Dieter

_________________
Völlig losgelöst...


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Fr 3. Dez 2021, 23:31 
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Beiträge: 153
Hallo in die Runde,

ich bedanke mich bei Euch für die positive Resonanz auf mein Wägelchen. Ich muss ehrlich zugeben, wenn wir hier im Forum nicht drüber diskutiert hätten, wären wahrscheinlich die "Stino"-Fallerräder oder die Speichenräder dran geblieben. Aber Ihr habt mich gut motiviert, um mir da einen "Kopf" zu machen, wie man das besser hinkriegt. Das ist das Schöne an so einer Plattform, dass man sich austauschen kann und Tipps gratis ins Haus bekommt. Genug Lobhudelei - weiter basteln...

denkt sich der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Mo 6. Dez 2021, 23:05 
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Hallo an alle, die bis hierher mitgelesen haben!

Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit des Holzspielzeugs, deshalb habe ich mir gedacht, legst mal los! 6 solche Holzkastenkipper sollen es noch werden, also habe ich mich heute an die Rahmen gemacht, eine echte Holzarbeit. Einen Rahmen habe ich ja im Prinzip schon im Groben fertig, 5 Stück mußten noch zugesägt und verleimt werden.

Bild

Ist auf der Proxxon-Minikreissäge kein Problem, geklebt wird mit "Ponal wasserfest" auf einer Glasplatte als ebene Unterlage, die Teile werden angelegt im rechten Stahlwinkel und mit ein paar angefertigten Distanzstücken auf Maß gehalten. Beim Kleben mit Ponal reicht ein Einspannen von wenigen Minuten in einer geeigneten Spannvorrichtung (Schraubstock!), der bindet recht schnell ab. Einer meiner 5 Rahmen ist hier gerade noch eingespannt, daher fehlt er auf meinem Bildchen.

Bild

Wie ich schon mehrfach hier im Forum geschrieben habe, bin ich ja ein Freund des Regner-Kuppelsystems (vielleicht der Einzigste?) und rüste damit meine Fahrzeuge immer noch aus. Bei den Holzkastenkippern bietet es sich an, die Kupplungen unterhalb des Holzrahmens anzuordnen, dazu müssen die Rahmen (abhängig von der Größe der verwendeten Räder) von unten ausgefräst werden. Das geht auf der Minifräse recht gut, bei 5 Rahmen sind das allerdings 20 Rahmenenden und man staunt, welche Menge an Holzstaub da anfällt. Zum Glück bin ich ja der Kellerbastler. Hätte ich das oben in der Wohnung gemacht, hätte ich wohl von der Dame des Hauses die rote Karte bekommen! Ach ja - und dann habe ich meine nächsten 4 Messing-Fallerräder noch mit ins Bild gepackt. Die Methode zur Herstellung von 4-Loch-Scheibenrädern funktioniert ganz gut, die nun noch fehlenden 20 Stück werde ich wohl auch "im Block" anfertigen.

Ja, liebe Leute, das war mein heutiger Nikolaustag. Bin mit dem Tagesergebnis ganz zufrieden, mit dem heute morgen im Schuh Vorgefundenem im Übrigen auch.

Beste Grüße in die Runde vom Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Fr 10. Dez 2021, 21:27 
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Hallo Ihr alle,

die Woche ist gelaufen und ich habe in meinem Keller weiter gewerkelt. Für den aktuellen Stand habe ich heute wieder ein Bildchen gemacht:

Bild

Meine Holzarbeiten habe ich soweit beendet, die 5 Rahmen sind fertig und in der Grundfarbe gebeizt. Nun galt es, die erforderlichen Achslager anzufertigen. Wie ihr seht, eine ganze Menge Messingröllchen, für 5 Rahmen dementsprechend 20 Stück. Die habe ich aus 4mm Messingdraht gemacht (gedreht), jeweils 4,5mm lang und mit 2,1mm zentrisch aufgebohrt. 2,1 deswegen, weil die Achsen (Faller!) eine Rändelung haben und die passt bei einer 2,0'er Bohrung nicht durchs Loch. Die Lagerröllchen habe ich auf 12mm lange Messingstreifen aufgelötet. Diese Messingstreifen gewinne ich aus den Kontakten alter Flachrelais (vorn im Bild habe ich mal zweie hingelegt). Dieses Material verwende ich sehr gern, ist exakt 3,5mm breit und 0,6mm dick. Solche Kontakte habe ich auf "Lebensendplanung" gebunkert, schließlich hatte ich früher mal beruflich mit der alten Fernmeldetechnik zu tun. Für das Auflöten der Lagerröllchen habe ich mir eine Lötlehre gebaut, die liegt hier mit vorn links im Bild. In eine kleine Pertinaxplatte habe ich drei parallele 3,5mm Rillen eingefräst, in die mittlere wird der zu lötende 12mm-Streifen eingelegt und die Rolle mit der Stahlachse darüber fixiert. Da Pertinax weitestgehend unempfindlich gegen Wärme ist und auch keine ableitet, macht sich das recht gut. Zum Schluß erhalten die gelöteten Achslager noch links und rechts je ein 0,8mm Loch und werden dann mit 0,8'er Schienennägeln an die Holzrahmen "angenagelt". Klingt unwahrscheinlich, aber wenn man die Nägel zunächst mit einer geeigneten Zange eindrückt, dann kann man den Rest tatsächlich mit Hämmerchen und Dorn erledigen. Damit die Lager fluchten, steckt man dabei natürlich eine Achse schon mal probehalber durch, die sollte sich danach noch leicht drehen.

Soweit meine Wochenarbeit, als nächstes geht es an die Räder-"Umstrickung" - Faller zu 4-Loch-Scheibenrad! Da stehen auch noch 20 Stück im Pflichtenheft, aber mein Heimat-Bundesland Sachsen hat gerade heute die Corona-Einschränkungen bis zum 9. Januar verlängert, was willst Du sonst auch machen....

sagt sich der Lindenauer

Micha

(und wünscht Euch allen einen den "Umständen entsprechenden" schönen dritten Advent)


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2021, 22:22 
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Hallo wieder in die Runde,

die "Räderei" ist nun in vollem Gange und heute habe ich mal das erste Unterwägelchen montiert, so siehts im Moment aus:

Bild

Die Vierlochräder haben nun wieder an den 4 Löchern einen Bund aus 4mm Plasterohr erhalten, dass ich mit 3,3mm nach dem Einkleben aufgebohrt habe. Weiter oben hatte ich das ja schon mal angeführt. In die Ausfräsungen am Holzrahmen habe ich nun die Regner-Kupplungen eingesetzt. Längs im Rahmen sitzt auch ein 2,5mm Rundmessing, das die Zugstange zwischen den beiden (noch nicht vorhandenen) Kupplungshaken darstellen soll und ganz nebenbei auch noch ein bißchen Gewicht mitbringt. Nun das Ganze auf die Schiene gestellt:

Bild

Ich habe inzwischen fleißig Messingblech zugeschnitten, 'zamm gelötet, rund gemacht, gebohrt, abgedreht, getrennt und poliert, hier sieht man die verschiedenen Arbeitszustände. Ganz rechts noch 3 Pakete à 4 Bleche (je 1mm dick) übereinander gelötet, die müssen noch auf Maß (18,2mm) abgedreht werden. Links daneben das nächste Vierer"häufchen" ist ein getrenntes Lötpaket nach dem Abdrehen und (4-Loch)Bohren und noch ein Stück weiter links sind 4 fertige Scheiben nach dem Polieren. Und dann natürlich die nächsten 4 Faller-Radscheiben, da müssen die Speichen-Attrappen noch ausgefräst werden, bevor die Messingscheiben eingeklebt werden. So nach und nach wird's....

meint der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkastenkipper auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2021, 22:33 
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Registriert: So 10. Mär 2019, 21:48
Beiträge: 153
Zur Info: Nachdem ich das Versuchsstadium verlassen habe, habe ich nun auch den Titel des Beitrages geändert in "Holzkastenkipper auf Regner-Basis", den "Versuch" habe ich rausgenommen aus der Überschrift. Danke.

Beste Grüße vom Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkastenkipper auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Do 16. Dez 2021, 09:34 
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Registriert: Di 24. Nov 2009, 00:05
Beiträge: 1233
Wohnort: ehemaliger Müritzkreis
Moin Micha,

die Räderei sieht doch schon mal sehr gut aus :!:
Jezt noch tewas Farbe drauf und fertig.
Ich denke der Aufwand lohnt sich in jedem Fall :D

Viele Grüße Christoph

_________________
„Es ist leichter die Leute zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden“ Zitat : Mark Twain
„Der Mensch ist eine Autoimmunkrankheit“ Zitat : meine Tochter ;-)

GG Art.1 GG Art.20


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