Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Fr 5. Nov 2021, 21:59 
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Hallo Ihr Feldbahnsinnigen,

gestern und heute war ein richtiges Sch....wetter, na ja zumindest draußen. Aber eigentlich das richtige Wetter, um es sich im Bastelkeller wieder heimisch zu machen. Es liegen oder stehen noch genug Projekte in Regal und auf der Werkbank, aber nach der "faulen" Sommerpause wollte ich mit was Einfachem beginnen. Die Bastelkisten sind gut gefüllt und hin und wieder ist was dazu gekommen, das auf Bearbeitung wartet, z.B. das hier:

Bild

Ein "Schuß" aus der "Bucht", insgesamt 7 ehemalige Regnerloren, die ein Edelbastler auf Gn15 umgefrickelt hat. Wenn ich sowas sehe, da setze ich mitunter das Mindestgebot. Wenn keiner weiter bietet, dann ist es eben 3-2-1-meins, in diesem Fall für einen sehr lukrativen niedrigen Preis. Schade, von allen Unterteilen sind die Achslager abgesägt, dafür sind aber an allen die Regnerpufferplatten dran. Auf jeden Fall viel Material zum Basteln....

Bild

Mit einem scharfen Messer und einigermaßen Glück läßt sich so ein Wägelchen in seine Einzelteile zerlegen einschl. dem PIKO-Güterwagenunterteil, für das hier allerdings Endstation ist. Aber die Oberteile der Regnerloren sind alle unbeschädigt, dazu fällt mir folgendes ein:

Bild

Eigentlich sind das ja Holzkastenkipper-Oberteile, warum mal nicht ein passendes Unterteil dazu machen? Ich habe noch einige Holzleistenzuschnitte liegen, die ich ursprünglich als Schwellen verwenden wollte, schon auf Grund der braunen "Ur"-Farbe dieses Holzes. Ich habe 2 Rahmen zugeschnitten und verklebt und das Gebilde auf Faller-Radsätze gestellt. Die (original) Regner-Radscheiben sind mir für diesen Zweck zu klein, die Faller's mit ihren 21mm Durchmesser sind größenmäßig nicht schlecht, leider aber optisch. Hätte jemand von Euch einen Vorschlag, was man stattdessen nehmen könnte?

Bild

So würde das also aussehen, wenn man es aufeinander setzt, in Gegenüberstellung mit einem original Regner-Unterteil. Die größeren Radscheiben bedingen auch einen größeren Achsstand, ich habe mich mit mir selber auf 38mm geeinigt, das würde 850mm im Original entsprechen. Ich habe in meinen diversen digitalen (und analogen) Unterlagen gekramt, zur Größe des Regner-Oberteiles finde ich da kein plausibles Original, was man einigermaßen als Vorbild nehmen könnte. Zudem ist es ein zweiseitiger Kippkasten (sagt man doppelschlägig?), die meisten Holzkastenkipper haben einseitige/einschlägige Kippvorrichtungen. Auch die in meinem Feldbahnverein vorhandenen Holzkastenkipper sind einseitig kippbar, da dachte ich, dass ich da ein bißchen "abgucken" könnte. Na wie dem auch sei, ich bin gegenwärtig noch in der "Jugend-forscht"-Phase und selber gespannt, ob man da noch was Gescheites raus kriegt. Gegebenenfalls zeige ich Euch, wie und ob es hier weiter geht. Bis dahin...

grüßt Euch der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Sa 6. Nov 2021, 10:17 
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Hallo,
schau mal hier:http://www.baggermeyer.de/html/feldbahnmeyer/holzkastenkipper/holzkastenkipper.html
da dürftest du fündig werden.
Über Holzkastenkipper findest du auch was in der Forensuche.

MfG

Ronald

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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Sa 6. Nov 2021, 16:24 
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Beiträge: 79
Wohnort: Hettenleidelheim
Hallo Micha,
schau mal bei LGB https://www.modell-land.de/metall-radsatz-klein-achsen-67343-p-1368.html#produktdetails 20mm DM, sollten auch günstiger zu bekommen sein.

@Ronald: Merci für den tollen Link!

LG Bernd

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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Sa 6. Nov 2021, 21:41 
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Registriert: So 10. Mär 2019, 21:48
Beiträge: 133
Hallo Ronald, hallo Bernd,

danke für Eure Reaktionen, die Website vom "Baggermeyer" ist super, da gibts ja jede Menge Holzkastenkipper. Spontan würde ich mich in etwa für sowas entscheiden: http://www.baggermeyer.de/html/feldbahnmeyer/holzkastenkipper/B_Lit004_HolzKK_GuP.jpg , da kann man sehr gut die Einzelheiten erkennen. Die "schrägen" Bandeisen an den Stirnwänden sind ja an den Regner-Teilen gleich mit angespritzt, die müsste ich dann (optisch) irgendwie verlängern und den Kippmechanismus andeuten. Tatsächlich kippen soll'er nisch...
Die LGB-Räder sind vom Durchmesser ok, vom Radprofil aber eher ungeeignet, da sie auch das typische LGB-Profil aufweisen. Da bräuchte ich eher was aus dem Spur-0-Bereich. Vielleicht ETS, das sind auch Metallräder. Ich bin weiter für Vorschläge offen.

Beste Grüße vom Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: So 7. Nov 2021, 09:55 
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Beiträge: 44
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Hallo Micha,

hast Du die Möglichkeit zu drehen oder drehen zu lassen?
Wenn ja, wäre dies ein gutes Angebot:
https://www.wilgro.de/laufrad-fur-650er-rad-9-speichen.html
Ggf. würde ein sauberes Abschleifen der Gusszapfen und "überfeilen" der Laufflächen im Bohrfutter funktionieren.
die 750er Räder von Wilgro haben 20mm Durchmesser, da sie den Spur 1-Sektor (M 1:32) bedienen und dies Vorlaufräder sind. Die Spurkranzhöhe ist 1,5mm.

VG Manfred B.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: So 7. Nov 2021, 21:49 
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Beiträge: 133
Hallo Manfred und alle feldbahnsinnigen Mitleser,

danke für den sehr guten Tipp von Dir mit den Messingrohgußrädern. Ich habe eine Drehmaschine (und auch sehr oft in Verwendung), das würde ich hinkriegen, da ein paar ordentlich laufende Räder draus zu machen. Und der Preis ist sehr akzeptabel, da informiere ich mich näher. Trotzdem habe ich das Wochenende ein bißchen weiter "geforscht" und bin auf folgenden Stand gekommen:

Bild

Ich habe zunächst für meine beiden Rahmen Messinglager gedreht aus 4mm Rundmessing mit 2,1mm Bohrung, auf Messingstreifen aufgelötet, jeweils 2x 0,8mm Löcher in die Enden der Streifen gebohrt und die Lager mit 0,8er Schienennägeln an meine Rahmen angenagelt. Das ging richtig gut, die Nägel habe ich zunächst mit der Zange eingedrückt, dann vorsichtig mit einem Dorn und Mini-"Hämmerchen" eingeschlagen. Damit die Flucht stimmt, habe ich beim Annageln der gegenüberliegenden Lager eine 2mm-Achse durchgesteckt. Zuvor habe ich die Holzrahmen noch mit brauner und grauer Holzbeize behandelt, damit sie farblich dunkler werden. Im hinteren Rahmen habe ich probehalber die Faller-Radsätze eingesetzt. Um der Sache noch etwas Gewicht zu geben, habe ich noch die 3mm Stahlblech-Klötzchen gefeilt, die könnte man optional in den Holzrahmen flach einsetzen. Für den vorderen Rahmen habe ich in den Tiefen meiner Bastelkisten 2 POLA-Maxi-Radsätze gefunden. Das sind Speichenradsätze mit 20,7mm Durchmesser und ebenfalls 2mm-Achse, die sind gar nicht schlecht, aber leider waren es nur die beiden. Die sehen auf jeden Fall schon mal besser aus als die Faller-Räder. Nun muss ich schauen, wie ich Manfred's Tipp ggf. umsetzen kann. Ich werde bei den WILGRO Modelleisenbahnen mal intensiv stöbern müssen.

Grüße in die Runde vom Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Mo 8. Nov 2021, 23:24 
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Hallo nochmal in die Runde,

ich habe die POLA-Maxi-Räder an meinen zweiten Rahmen montiert, so sieht das im Moment aus:

Bild

Das ist vom ersten Eindruck her ganz hübsch, leider habe ich nicht mehr davon. Der Unterbau zwischen Rahmen und Holzkasten ist nur so gelegt, das kommt letztlich noch ein Stück höher. Erstmal bin ich noch bei der "Räderei". Zu meinen Faller-Radsätzen hatte ich noch eine Idee und die sieht folgendermaßen aus:

Bild

Aus dem "Pseudo"-Speichenrad ein Scheibenrad machen, indem man eine passende Scheibe einklebt. Aber erstmal eine passende haben! Außendurchmesser 18mm, Innendurchmesser 5,5mm. Und siehe da, aus vor langer Zeit zerlegten Selen-Gleichrichtern habe ich die Kontaktringe aufgehoben, Messing Außendurchmesser 18mm, Materialstärke 0,8mm, Innenloch Durchmesser 10mm. Passt genau eine Unterlegscheibe für M5 rein, ebenfalls 0,8mm dick. Also großen Lötkolben angeworfen und die Scheiben ineinander gelötet, danach verschliffen, passt! Das Verschleifen ist allerdings etwas mühsam, schließlich braucht man 4 Stück davon. Bin selber gespannt, wie es wirkt, wenn man die dann schwarz macht. Ich "forsche" weiter...

Beste Grüße vom Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Sa 13. Nov 2021, 22:08 
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Hallo Ihr alle,

heute möchte ich Euch wieder ein bißchen mit meinem Holzkastenkipper(n) nerven, langsam komme ich dahin, wie ich mir das gedacht hatte. Hier zunächst der Ist-Stand:

Bild

Im Moment baue ich also 2 Wägelchen parallel, ein "VorserienModell", das ist der mit den POLA-Maxi-Rädern und dem grünen Kasten und das Serienmodell mit den zu Scheibenrädern umgefrickelten Faller-Radsätzen. Beim Vorserienmodell habe ich den Holzrahmen etwas schmaler gehalten, den habe ich jetzt auf 30mm gespurt und der wird auch so bleiben. Da hat man mal was zum Vertauschen in die "Regner-Gilde". Der Rahmen beim Serienmodell ist 2mm breiter und das ist damit direkt für meine 32mm-Spurweite gedacht.

Bild

Da es sich bei dem Regner-Kastenaufsatz um einen zweischlägigen Kipper handelt, braucht die Kiste einen mittigen Längsbalkenunterzug und 2 Rundeisen, um die das Teil schließlich kippen kann. So ungefähr habe ich mir das gedacht. Die Rund"eisen" sind bei mir 2,5mm Messing-Rundmaterial, die direkt am Holzbalken anliegen und später mit ihm verklebt werden.

Bild

So würde das dann aussehen, wenn die Teile aufeinander sitzen. Die Scheibenräder sind für mich erstmal akzeptabel, vielleicht lasse ich mir noch was einfallen, um sie nicht ganz so nüchtern wirken zu lassen.

Bild

Nun muss das Gebilde noch über die Rundeisen kippen können und dazu habe ich mir von den "Baggermeyer"-Bildern (s. den Link weiter oben) die Auflage abgeguckt. 5mm U-Profil zur Zeit aus Plaste, da muss ich noch gucken, ob ich das auch in Messing habe. Die Führung der Rundeisen übernimmt der Bock aus Messingmaterial, den habe ich aus dem Material von Flachrelaiskontakten zugeschnitten und gebogen.

Bild

Das wäre dann noch der Blick auf die Stirnseite, da kann man sich ungefähr denken, wie das Kippen vonstatten gehen könnte. Ich habe mir vorgenommen, insgesamt 7 solche Wagen aus dem vorhandenen Regnermaterial zu bauen, 6 Stück für 32mm und mein "Vorserienmodell" für 30mm. Zur Zeit habe ich zumindest den Enthusiasmus alle erforderlichen Teile dann auch gleich 7mal bzw. manche dementsprechend 14mal anzufertigen. Ob ich das bis zum Ende durchhalte, kann ich noch nicht versprechen. Der gute Wille ist (noch) vorhanden und die derzeitige Coronalage spricht dafür, den Bastelkeller wieder öfters aufzusuchen. Schau'n mer mal...

Damit grüßt Euch für heute der Lindenauer

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: Sa 13. Nov 2021, 23:25 
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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 22:48
Beiträge: 2358
Hallo,
gut gebaut, nur wird der nicht kippen.
Die Messingnasen, welche die Messingstäbe halten, sind nach Außen gebogen.
Bild
So habe ich das bei meinen 1:13,3 Hokakis gelöst.
Das ganze wird dann mit einem Bügel gehalten.

MfG

Ronald

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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch eines Holzkastenkippers auf Regner-Basis
BeitragVerfasst: So 14. Nov 2021, 11:02 
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Registriert: So 10. Mär 2019, 21:48
Beiträge: 133
Hallo Ronald,

super, das ist genau die Ansicht, die ich gebraucht habe! Ja, da passe ich meine Kipperei nochmal entsprechend an.

Danke - sagt der Lindenauer

Micha


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