Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 13:39 
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Für meine vielen Loren etc. mußte eine neue Lok her. Mir gefiel gerade diese, da sie doch erheblich von den gewohnten 2-achsigen Typen von Deutz, Oberursel, O&K usw. abweicht. Da insgesamt 3 Radsätze über Kuppelstangen verbunden sind und zusätzlich noch die Blindwelle, war mir der reine Antrieb über diese zu unsicher. Und die Seitenverschiebbarkeit der Radsätze wird bei Übertragung von Kräften über die Kuoppelstangen auch verschlechtert, Also alle Achsen einschließlich Blindwelle über ein Getriebe antreiben. Dabei habe ich einen ganz neuen Weg ausprobiert. Ich besitze noch viele HO- Zahnräöder vom Modul 0,5.
Gerade bei diesem kleinen Modul ist jede kleine Unsauberkeit beim Zeichnen der Teilkreise der beste Weg zum Ausschuß. Entweder klemmen die Räder oder geraden außer Eingriff. Und dann geht das, bei mir nicht gefräste, Messingrahmenteil oder- platine in den Abfall. Ich habe den Rahmen, wie die gesamte Lok, aus Polystyrol gebaut. Beide Rahmenwangen werden wie bekannt übereinandergeheftet und gemeinsam bearbeitet. Vorm Bohren der Achsbohrungen für Radsätze und Blindwelle werden Streifen aufgeklebt (geheftet). Diese dienen dann als Bohschablone für die Stangen. Alles wird mit 1mm gebohrt und später entsprechend aufgebohrt. Liegt eine Rahmenwange zur Ansicht da, werden die passenden Zahräder rausgesucht. Um kleine zu verwenden, die nirgends unter dem Rahmen rausschauen, verwende ich 3 Zwischenräder. Paßt das provisorisch aufgelegte Räderwerk, wird der Rahmen verklebt. Um lange Zahradachsen zu vermeiden, ziehe ich über den Radsätzen innen eine mittlere Platine parallel den Rahmenwangen ein. In Rahmen und Zusatzplatine sind keine Bohrungen für die Zahradachsen.
Für jede Zahnradachse nehme ich als Lager zwei Polystyrolstücke von zB. 8x8 mm, 2 mm stark. Das so links und rechts gelagerte Zahnrad wird nun zwischen die Rahmenwange und die Mittelplatine geklebt, Die Zahnradachsen sind so lang, daß kaum Seitenspiel vorhanden ist. So wird Zahnrad für Zahnrad eingepaßt/geklebt.
Es ist eine stete Kontrolle möglich, ob es leicht kämmt. Es besteht so die Möglichkeit, "empirisch" die Lage der Zahnräder zu suchen. Sie können also so verschoben werden in Höhe und Breite, bis alles paßt und leicht läuft. Da der Kleber nicht sofort aushärtet, ist das relativ lange möglich. Dann läßt man die ganze Sache azushärten, und fertig ist die Geschichte. Ich bin zB. teilweise mit den Zahrädern nach oben ins Gehäuse gegangen. Alle Bohrungen für Zahnräder und Radsätze sind gebüchst. Der gesamte Rahmenbau mit 10 Zahnrädern hat 4 Stunden gedauert. Das Spiel der Zahräder ist trotz der relativ großen Zahl der Zwischenräder so klein, daß die Stangen komplett frei mitlaufen, keine Kraft übertragen und die Radsätze leicht verschiebbar sind. Der Antrieb erfolgt über Getriebemotor, Kegelräder, Fernsteuerung und Akku.

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Vielleicht greift jemand meine Idee auf.

Bw Hilbersdorf FBSM

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Die gewachsene Struktur wuchs durch peinliche Ordnung!


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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 16:03 
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Hallo Uwe,
zeig doch mal die Bilder vom Getriebe, könnte sicherlich für viele Selbstbauer interessant sein.

MfG

Ronald

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"Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist!"

Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 18:39 
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Sieht aber wenig aussagekräftig aus. Dafür läuft sie butterweich. Geteilte Stangenlager + gefederte Achsen bei Antrieb durch die Stangen a la HF 130 C des BBF
halte ich für problematisch. Ronald hat da Erfahrungen gesammelt.


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Viele Grüße

Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 19:02 
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Registriert: Di 22. Dez 2009, 11:07
Beiträge: 249
Wohnort: 31177 Harsum
Hallo Uwe,

einfach phantastisch, ich bin begeistert!
Herzlichen Glückwunsch zu dieser wunderbaren Lok.

_________________
Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

schamloser "0e Freelancer"
DelTang Funkloks 1:45


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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 19:08 
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Registriert: Sa 14. Aug 2010, 11:30
Beiträge: 401
Hallo Uwe.

......................mir fehlen die Worte. Vorbildwahl und Umsetzung : 1A !
Ich habe allerdings zwei Fragen:
-Aus welchem Material stellst du die Türvorhänge her ?
-Kann ich bei dir ein zweiwöchiges Praktikum absolvieren ?
Es ist immer wieder eine Freude, deine Arbeiten zu betrachten.

Freundliche Grüsse, Uwe


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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 19:38 
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Registriert: Di 24. Nov 2009, 00:18
Beiträge: 263
Die "Vorhänge" und die zusammengelegte Zeltplane auf dem Dach bestehen aus Papiertaschentuch, 2 Lagen statt der vorhandenen 4. Dann das ganze mit Ponalwasser getränkt. Erste Falten werden gleich gelegt, der Rest nach Trocknung und Lackierung. Ich habs in einem alten Beitrag, ich glaube unter Tipps, beschrieben. Teerpappdächer von Wagen und Gebäuden entstehen auf die gleiche Art. Nur wird es dort direkt aufgeklebt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Fr 28. Mär 2014, 19:12 
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Beiträge: 263
Hallo Uwe,
nochwas zur Vorbildauswahl. Das nächste Objekt ist diese HF von O&K, 5-achsig mit Luttermöllerendachsantrieb. Die Räder kommen diese Woche.
Die Verrohrung ist noch nicht sicher. Entweder HF oder die franz. Variante.

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Danach ist diese dran. Gebaut in meiner Heimatstadt 1861 und bis in die 50er auf der Zwickauer Kohlenbahn in Betrieb. Die Radreifen sind fertig, die Sterne folgen
Hier hat man mal die Möglichkeit, eine Uraltlok vorbildmäßig noch in Epoche 3 einzusetzen. Ein Freund hat mir extra über 100 großformatige Detailbilder im VM Dresden aufgenommen. Alle Modelle natürlich in 1:22,5.

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Seminare gibts leider keine. Aber Du kannst mich gerne mit Fragen löchern.

Viele Grüße

Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: So 30. Mär 2014, 22:38 
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Registriert: Sa 14. Aug 2010, 11:30
Beiträge: 401
Hallo Uwe.
Vielen Dank für dein Angebot, werde es bestimmt für zukünftige Projekte nutzen.
Derzeit bin ich aber erst mal an den bereits angefangenen Fahrzeugen dran. Habe gerade meine sechs Drehschemel-Loren in Arbeit, um auf der neuen Anlage den Transport von Baumstämmen nachzubilden. Zudem steht noch eine angefangene Schöma LO 25 rum. Da muss noch das Gehäuseoberteil angefertigt werden.
Deine nächsten Objekte werden bestimmt wieder super. Sind auch sehr interessante Loks.
Ich wünsche viel Spass bei der Umsetzung und bin schon auf die ersten Fotos gespannt.
Gruss Uwe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Mo 31. Mär 2014, 21:52 
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Beiträge: 2067
Moin,

vielleicht habe ich es überlesen. Aber ich weiss nicht, in welcher Maßstabs- / Spurweitenkombination dieses sehr ansprechende Modell daherkommt.

Die eine oder andere (maßstäbliche) Figur im Bild würde es dem Leser / Betrachter einfacher machen, sich eine Vorstellung von den Dimensionen der Lok zu machen. Diese Benzolloks waren ja meist eher zierlich.

Viel Spaß

JZ / Otter 1


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 Betreff des Beitrags: Re: Benzollok 3-achsig mit Blindwelle für IIf
BeitragVerfasst: Di 1. Apr 2014, 09:39 
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Registriert: Di 24. Nov 2009, 00:05
Beiträge: 1035
Wohnort: ehemaliger Müritzkreis
Moin Juergen,

stimmt, da steht im eigentlichen Text nix zu Maßstab und Spurweite.
Aber in der Überschrift steht " IIf " :D
Weiter unten schreibt er außerdem:
Zitat:
Alle Modelle natürlich in 1:22,5

was auch für diese Lok gilt.

Ein weiteres Indiz ist die Weiche,
welche offenbar ein Frühwerk von Ronald ist
und sogar schon mit in Paris war.
Du bist ihr also schon persönlich begegnet :wink:

Viele Grüße
Christoph

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aufräumen zerstört die natürlich gewachsene Struktur


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