Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: Bandsäge Scheppach/Parkside
BeitragVerfasst: Do 28. Mai 2020, 18:33 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 214
Hallo Garten-, Feld- und Waldbahner,
lidl.de bietet für 99,99 Euronen und vergangene Woche im Laden sogar für 69,99 eine kleine Bandsäge an. Für den Preis konnte ich nicht wieder stehen. Es ist eine von Scheppach für Lidl hergestellte Hobbybandsäge.

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Zum auspacken gehört nicht viel dazu und der Tisch war mit zwei Schrauben schnell montiert. Da alles so flott ging habe ich gleich einmal zum testen 100 m Leisten durchgeschoben. Es ist nicht meine erste Bandsäge und ich weis auch, daß die originalen Sägebänder nicht gerade die Wucht sind. Mein erstes Fazit: die Säge ist sofort brauchbar einsatzfähig und wunderbar für den Modellbau geeignet.

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Einige Dinge sind nicht zu meiner Zufriedenheit. Diese werden aber von mir geändert, sonst gäb es diesen Umbaubericht hier nicht. Das wichtigste ist der Tisch. Er ist solide, ohne Riffeln und glatt, aber ohne Nut. Meine Idee dafür ist den Originaltisch so zubelassen wie er ist und darüber einen Übertisch zu schieben. In meinem Fundus gibt es ein Sperrholzreststück von 300x400x15 mm. Die Säge sägt sich ihren neuen Übertisch selbst zurecht.

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Zu den zwei 4 mm Bohrungen komme ich später noch drauf zu sprechen. Sie sollten sich beide am hinteren Ende des Tische befinden und sie aus der Mitte gebohrt sind.

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Die neue Tischplatte liegt mit einer untergebauter Anschlagleiste links am Rahmen an und wird bei laufenden Sägeblatt soweit geschoben bis sie etwa die vordere Tischkante erreicht hat.

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Erst dann wir die gegenüber liegende zweite Anschlagleiste verleimt und verschraubt.

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Der vordere Anleimer ist ein Rest Buchenholz. Er dient hauptsächlich als vorderer Tischanschlag. Auf diese Weise bleibt alles so wie es ist.

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Damit habe ich die Möglichkeit geschaffen mir eine Nut einfräsen zu können. Sie soll 100 mm vom Blatt entfernt eingefräst werden.

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Für die Nut kommt auch meine neue Tischfräse zum Einsatz. Die Tiefe von 11 mm fräse ich in drei Durchgängen.

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Die etwas verloren gegangene Durchlaßhöhe hole ich mir durch ausklinken dieses Rahmenteiles zum Teil wieder zurück. Dafür wurde oben die Umlenkrolle und die Bandführung ausgebaut.

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Nun wieder alles an Ort und Stelle neu eingebaut. Für das Drucklager aus Kunststoff habe ich noch eine 8er U-Scheibe als Reibschutz beigesteuert.

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Wenn sich wieder alles bewegt und das Band aufgelegt ist, dreht ihr zum Test erst das Rad mit den Fingern durch und stellt dabei gleich die Bandrückenrolle mit ein. Beim durchdrehen sollte sie sich noch nicht mit bewegen.

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Mit dem originalen Tisch ist jetzt sogar eine Durchlaßhöhe von 93 mm.

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Wenn der Übertisch langsam wieder an das Sägeblatt herangeschoben wird und es sieht so aus, dann ist alles richtig gemacht.

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Mit dem neuen Tisch hat die Durchlaßhöhe nur 1 mm verloren.

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Der originale Paralellanschlag ist jetzt nicht mehr zu gebrauchen. Er wird aber nicht entsorgt, sondern kann bei geneigtem Tisch oder ohne den Übertisch weiterverwendet werden.

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Wenn ich mir Sägeanschläge bauen möchte brauche ich eine passende Führungsleiste für meine T-Nut. Wo schneide ich sie zurecht? Na klar auf der Bandsäge.

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Damit mir beim aufleimen vom Vorrichtungsbrett der austretende Leim nicht auf dem Tisch rumsaut, lege ich als Distanz zwei Stückchen Bastlerglas in die Nut.

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Nach dem trocknen und vernageln säge ich mir eine kleine Markierung an mein Brett.

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Wie das Bild zeigt gibt es eine Linie im rechten Winkel an der ich ein Geodreieck für den 45° Winkel anlegen kann. Die erste Anlegeleiste wird aufgeleimt und vernagelt.

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An dieser wird der 45° Schnitt für die linke Leiste geschnitten.

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Mittels Geodreieck wird auch diese aufgeleimt und vernagelt. Zur Stabilisierung habe ich noch ein dünnes Brettchen in den rechten Winkel geleimt.

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Zum Schluß noch ein kleiner Schnitt in den Scheitelpunkt.

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Dieses Schiebebrett kann auch zum rechtwinkligen ablängen von Leisten nach Anriß genutzt werden.

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Jetzt der erste 45° Schnitt

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und dann der zweite.

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Fertig ist der Rechte Winkel in 45° Gehrung.

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Ich möchte noch einen neuen Paralellanschlag, eine Schneidlade für freie Winkel im Bereich von 0-90° und einen Kreisschneider bauen. Aber heute hab ich keine Lust mehr. Meine Hopfenperle ruft.

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Prost Thomas

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Klug ist Jeder, der Eine früher der Andere später.
Es ist die Mehrheit nicht mit der Wahrheit zu verwechseln, denn Wissen ist Holpflicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bandsäge Scheppach/Parkside
BeitragVerfasst: Do 28. Mai 2020, 21:12 
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Beiträge: 47
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Hallo Thomas,
danke für den schönen Bericht. Meine hbs 20 von Scheppach scheint allerähnlich, auch im Preis unter 100 €urönchen.
Da werde ich mir wohl einiges abschauen.

LG, Bernd

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 Betreff des Beitrags: Re: Bandsäge Scheppach/Parkside
BeitragVerfasst: Fr 29. Mai 2020, 19:07 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 214
Hallo Garten-, Feld- und Waldbahner,
falls der Bernd schon anfangen will zu bauen schnell noch die Erklärung für die 4 mm Löcher in den Seitenleisten. Bei den beiden Löscher habe ich mit einem 4 mm Bohrer nur die Zentrierung an den Metalltisch übertragen. Danach wurde 3 mm gebohrt und ein M4 Gewinde geschnitten. Diese Schrauben habe ich nur symbolisch eingedreht, da ich die Rändelköpfe dafür noch drucken muß. Es ist also eine werkzeuglose Fixierung für den Übertisch.

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Jetzt komme ich zu meiner Idee für den neuen Paralellanschlag. In die Vorderkante des Sägetisches habe ich unterhalb der oberen T-Nut eine zweite für den Anschlag eingefräst.

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Für den Anschlag nehme ich eine ausgehobelte Hartholzleiste von 30x30 mm. Um den austretenden Leim nicht am Tisch zu haben, klebe ich zum Schutz etwas Klarsichtband an die Kante. Der Zusammenbau dürfte nach den Bildern selbsterklärend sein.

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Ich gebe dem Leim 20 Minuten Zeit zu abbinden, bevor ich den Anschlag vom Tisch schraube. Danach wird die 8er Bohrung auf 8,5 mm aufgeweitet.

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Die Senklöcher für die Schrauben verschließe ich mit 6 mm Holzdübeln.

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Ebenfalls aus Restholz ist an der Dekupiersäge eine Sternmutter für M8 entstanden.

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Den Anschlag mehrmals lösen, verschieben und wieder festziehen. Wenn dann der rechte Winkel immer wieder stimmt ist alles gut.

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Und der neue Anschlag wird auch gleich zu zuschneiden der Führungsteile für den Kreisschneider eingesetzt.

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Ein 550x240x18 mm starkes Restholzbrett brauche ich für den Kreisschneider.

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18 mm deshalb, weil ich einen 10 mm starken verstellbaren Aluläufer in das Brett einlassen möchte. Diesen habe ich auch an der Bandsäge geschnitten, aber da kommt sie trotz ölen an ihre Leistungsgrenzen.

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Die entsprechende Nut ist am Frästisch gemacht.

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Der Läufer hat auf einer Seite eine M4 Senkschraube zur Aufnahme vom Sägeteil und auf der anderen Seite eine M6 Senkschraube zum positionieren.

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Machen wir den ersten Sägetest.

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Was mich maßiv genervt hat war die Nichtsicht auf die obere Bandführung. Darum weg damit. Uns siehe da der verdeckte Murks wird sichtbar. Die obere Stützrolle ist sichtbar außer Funktion. Dazu aber später mehr.

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Für heute ist es erst einmal genug.
Gruß Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Bandsäge Scheppach/Parkside
BeitragVerfasst: Fr 29. Mai 2020, 22:04 
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Beiträge: 1193
Wohnort: ehemaliger Müritzkreis
Hallo Thomas,

super wie immer :D
aber ab jetzt wird es wohl auch für mich noch richtig interessant :wink:
Ich warte also gespannt auf den nächsten Beitrag :!:

Ein schönes Wochenende
Christoph

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aufräumen zerstört die natürlich gewachsene Struktur


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 Betreff des Beitrags: Re: Bandsäge Scheppach/Parkside
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2020, 16:25 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 214
Hallo Garten-, Feld- und Waldbahner,
ich hatte die Säge für einpaar andere Sachen gebraucht und dabei gleich einmal ausprobiert wie klein ich Kreise schneiden kann. Das Minimum ist 33 mm, aber da quetscht das Sägeblatt schon ganz ordentlich.

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Auch ist noch eine Schiebehilfe für sehr schmale Teile dazu gekommen.

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Bei dem einstellen der Schnittbreite nach Anriß hatte ich trotz Brille Schwierigkeiten den Anschlag beim ersten mal richtig zu setzen. Ich habe einige „Dritte Hände“ bei denen mittig immer eine Lupe montiert ist. Die Idee ist, diese mit einem flexiblen Luftschlauch zu vereinen.

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Das Kugelgelenk der Lupe und ein Glied vom Schlauch habe ich problemlos im Schraubstock zusammen drücken können, als ob es dafür gemacht worden ist.

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Den Schlauch wieder komplettieren und ein entsprechendes Loch in das Bandsägengehäuse bohren.

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An Hand des Schmutzes ist bewiesen wie gut die Idee war. Ich kann meine Anrisse genauer platzieren, den Anschlag paßgenau einrichten und meinen Dreck besser analysieren.

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Und wenn ich genug von der Linsenguggerei habe, kommt sie auf den Schrank.

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Erstaunlicherweise bleibt die Lupe während des Betriebes ruhig und vibriert nicht. Vielleicht bau ich auf diese Art noch eine Lampe an.

Bis zu den nächsten Schritten
Gruß Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Bandsäge Scheppach/Parkside
BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2020, 10:58 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 214
Hallo Garten-, Feld- und Waldbahner,
wie schon unter Modellbau – Ladegüter beschrieben möchte ich gern Fertigware auf leeren Loren transportieren. Eine Idee ist geschnittene „Stämme“ als Ladegut zu verwenden, die ich mit der Bandsäge auftrennen will. Für den Paralellanschlag ist als erstes eine Kippsicherung untergebaut, um auch den rechten Winkel zu wahren.

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Die 30 mm Höhe vom Anschlag sind zu gering um Modellstämme sauber daran vorbei zu schieben. Darum wird ein höheres temporäres Anschlagbrett über den eigentlichen Anschlag geschoben. Die Höhe von 70 mm ist für diesen Sägedurchlaß ausreichend.

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Bei mir werden diese drei Holzteile geklebt und verschraubt. Damit der austretende Leim die beiden Anschlagteile nicht miteinander verleimt, klebe ich zweimal Paketklebeband um die relevanten Stellen und erzeuge somit auch gleich noch eine minimale Distanz, die den Aufsteckanschlag nicht verklemmen läßt.

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Damit das höhere Anschlagbrett beim „Stamm“ durchschieben nicht mit genommen wird, ist vorn noch ein Stopbrett verschraubt.

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Nun zu den ersten Schnittversuchen. Es macht Sinn sich als erstes eine saubere Auflagefläche und dazu eine Weitere im rechten Winkel zu schaffen. Diese Exemplar mit 85 mm ist recht dick und mußte auch in der Höhe vorsorglich abgeschnitten werden.

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Ich stelle diesmal für mehrere Stämmchen eine Brettstärke von 5 mm ein und dann kann der Sägewut freien Lauf gelassen werden.

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Die ersten Schnittbeispiele sind Esche,

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Haselnuß,

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Holunder,

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zweimal Walnuß mit Fraßgängen,

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Apfel

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und nochmal Apfel gestockt.

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Ein weiteres Hilfsmittel für sehr schmale Teile ist ein variabler Schiebestock. Aus einem 14x50x170 mm Restsperrholz ist es wie auf den Bildern zu sehen zugeschnitten.

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Eine M 3er Schraube in einem gedruckten Rändelgriff hält das variable und austauschbare Schiebebrett fest.

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Nun will ich, wie in diesem Fall, von einem 10 mm schmalen ein 7 mm breites Brettchen abschneiden. Ich schneide auch gleich 4 Brettchen mit einem male und meine Finger sind immer in Sicherheit.


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Die Abfallstreifen sind bestimmt noch für andere Bastelobjekte zu gebrauchen.

So weit für Heute
Gruß Thomas

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