Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: Verrosten
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2016, 10:44 
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Moin,

hier eine gute Bezugsquelle für Instant Rust. Lieferung in 4 Tagen nach Bestellung.

http://www.fredericus-rex.eu/de/Farben-Pinsel-Zubehoer/Rost-und-Patina/Modern-Options--Oxidationsmittel-Set--Instant-Rust---Inhalt-118ml.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2016, 17:34 
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Registriert: Mo 24. Sep 2012, 15:39
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Hallo hier gibt es die auch für 14,99 + 4,45 Vers.https://www.architekturbedarf.de/
Lg Moorbahner


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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2016, 19:27 
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Moin,

da wird mir ja ganz nostalgisch ums Herz, wenn ich sehe, dass dieses modern options Rostzeuchs immer noch populär ist.

Als ich das Produkt zu Anfang dieses Jahrhunderts in einem Fachgeschäft für Schaufensterdekorateure entdeckt und in einem Artikel in der GARTENBAHN der Szene vorgestellt habe, kostete so ein Anfängerset noch weniger als 10 Deutsche Mark.

In vielen Fachgeschäften für Künstlerbedarf, z.b. in den boesner Filialen, ist es übrigens immer noch wesentlich preisgünstiger, als in den üblichen Modellbau- oder Figurenfachgeschäften.

Irgendwo in diesem Forum habe ich es schon mal erwähnt, vermutlich sogar mehrmals. Ich kaufe meist größere Gebinde von der modern options Grundierung und verwende preisgünstige Zinnbeize (aus dem Fachgeschäft für Tiffany-Technik) als Reaktionsmittel. Auch die Beize, die es vor Jahren unter dem Namen RaiSchäBrüh in den Modellbauer Olymp geschafft hatte, funktioniert damit.

Aus heutiger Sicht halte ich die Pigmente in der Rostgrundierung für zu groß und damit die Rosteffekte für viele Zwecke als für zu grob. Zudem trocknen angebrochene Gebinde nach einigen Monaten aus und werden dadurch unbrauchbar.

Inzwischen gibt es Weiter- oder auch Parallel Entwicklungen für die chemische Rostherstellung. Für sehr brauchbar halte ich z.B. die Rostpampe de Firma Rai-Mo. Meine Bestände sind schon über 15 Jahre alt und sind immer noch einsatzfähig.

Modellgestalter und sonstige Schmierfinken mit viel Geduld und Experimentierfreude können hier mal reinschauen: http://www.buntbahn.de/fotos/showgallery.php?cat=577

Im Jahr 2004 war der R.E. auf Stippvisite in einem meiner Gestaltungsworkshops und hat natürlich kaum etwas mitbekommen.
Das hat ihn nicht davon abgehalten, trotz meiner Einwände, öffentlich darüber zu schreiben. Aber vielleicht kann jemand mit der Materialsammlung etwas anfangen.

Viel Spaß

JZ / Otter 1


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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2016, 19:45 
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Beiträge: 2004
Hallo Rosties,
vielleicht wären ein paar Bilder der verrosteten Teile nicht schlecht, wobei es hier im Forum schon mindestens 2 Berichte über "Rost für Faule"
http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=13&t=78&hilit=+rost
und "Rost für Fleissige" gibt (Leider sind da die Bilder verschwunden)
oder hier:
http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=65&t=1805&p=10110&hilit=rost#p10110

http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=56&t=1114&hilit=+rost

neuerdings roste ich etwas dezenter :roll:
unter Verwendung von Zinkspray und der obligatorischen Raischähbrüh:
Bild
Stellhebel in 1:13,3, gedruckt
neben Raischähbrüh funktionieren auch andere Weißmetallbeizen mit Zinkspray, zB von Creativ oder Saemann.

MfG

Ronald

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Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2016, 22:09 
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Registriert: So 30. Mai 2010, 11:34
Beiträge: 203
Wohnort: Da wo der "Molli" dampft
Moin Ronald,

bei all meinen Versuchen Rost nachzumachen (sogar mit richtigen Rostpigmenten), bin ich doch wieder zu Instant Rust zurück gekommen. Die Stärke der "Verrostung" kann man durch die Dicke des Grundauftrages bestimmen. Dann altert dieser "Rost" auch noch. Bei höheren Luftfeuchten wird er mit der Zeit dunkler. Dies ergibt realistische Farbvarianten.

Hier mal mein "Rostzug".

Bild

Aber auch kleine Stellen sind gut zu verrosten. Hier mal ein Wellblechdach aus ganz normaler Wellpappe.


Bild

Selbst noch kleine Stellen gehen, wie an der BBA B360

Bild

Sicherlich gibt es viele Möglichkeiten Rost zu imitieren, doch Instant Rust ist für mich völlig ausreichend und die 58ml verbrauche ich in einem Jahr. So lange hält das Zeug. Wichtig wäre nur zu erfahren, was das für Reaktionsmittel ist, denn dies geht immer ziemlich schnell alle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2016, 23:33 
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Registriert: Di 29. Mär 2011, 15:48
Beiträge: 2022
Moin,

in den Fachgeschäften für Künstlerbedarf gibt es auch größere Gebinde des Reaktionsmittels. In den Gefahrenhinweisen der diversen Mittel steht meist etwas von u.A. 3 - 6 % Salzsäure.

Bei größeren Aufgaben bietet es sich an, eine kleine Badewanne bereit zu stellen:

Bild

Verschiedene Schattierungen erreicht man durch unterschiedlich viele Aufträge / Bäder.

Bild

Die Bilder sind vor ein paar Jahren während einer Rostorgie mit 16mm Scale Material entstanden. (1 : 19 auf 32mm Spur)

Heutzutage würde ich zusätzlich noch mit verschiedenen trockenen Farbpigmenten schattieren, um optisch mehr Tiefe zu erzielen.

Viel Spaß

JZ / Otter 1


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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Sa 19. Nov 2016, 11:02 
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Beiträge: 2004
Hallo Rosties,
es ergeben sich auch unterschiedliche Rosteffekte, je nachdem man das Reaktionsmittel auf die noch feuchte Grundierung oder auf die schon komplett getrocknete Grundierung aufträgt.
Nicht zu vernachlässigen ist die Untergrundbehandlung.
http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=65&t=1805
Die Prefoloren zB habe ich eine einmal vorher mit PlasiticPrimer eingesprüht, eine nicht.
Da ich ja auf Ausstellungen Unmengen Sand herumkutschiere, sind zumindest die Lorenmulden einigen Verschleiß ausgesetzt.
Bei der vorher grundierten Lore hält der Rost nach wie vor, bei der nicht grundierten Lore blättert der Rost ab.

Ein weiterer Effekt von InstantRust ist die zusätzliche Stabilisierung von behandelten Bauteilen.
Mit InstantRust behandelte Kartonloren erhalten dadurch zusätzliche Stabilität.
Bild

Sollte der Rost zuviel werden, pinsle ich den mittels eines harten Flachpinsels einfach ab und hebe den erhaltenen Roststaub für eine spätere Weiterverwendung auf.

MfG

Ronald

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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Sa 19. Nov 2016, 12:28 
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Moin,

in der Regel behandele ich den Untergrund mit "Graupner Haftgrund" aus der Sprühdose. Den gibt es aber
nicht mehr, also bin ich auf ganz normalen Haftgrund ausgewichen und er erfüllt auch seinen Zweck. Den Zinkspray
werde ich demnächst probieren.


Bild

Trägt man Instant Rust 2x ganz dünn auf, so können auch kleine Teile gut behandelt werden.
Werden die Teile noch bespielt und dies ist ja bei Ausstellungen intensiv der Fall, wird die Oberfläche
glatter. Hier mal Modelle von Shapeways.

Bild

Die Fleischmann MagicTrain Lorenumbauten sind 10 Jahre alt und der Rost hält noch immer.

Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Sa 19. Nov 2016, 14:04 
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Registriert: Di 29. Mär 2011, 15:48
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Moin,

bei Verwendung von Instant Rost Lösungen geht leider oft der Rost mit einem durch. Sprich die Ergebnisse wirken maßlos übertrieben, teilweise schon expressionistisch.

Ein Ausflug mit selbst gestalteten Modellen im Gepäck zur nächsten Feldbahn, bzw. zum Feldbahnmuseum, kann da hilfreich sein.
Im Direktvergleich wird man bemerken, das Vorbild wirkt /normalerweise) lange nicht so "aus dem letzten Loch pfeifend" wie eigene Phantasie Interpretationen.

Bild

Grundierungen geben bei nicht saugenden Untergründen immer einen Sinn, um unkontrollierte Abblätterungen zu vermeiden.
Wie Ronald angemerkt hat, kann man Zink-Oxyde oder auch Zink-Staub-Grau (Autoprimer) mit entsprechenden Beizen bearbeiten und dabei einen überzeugenden Alteisen Farbton erzielen.
Wenn die Beize (Reaktionsmittel) schon häufiger für Bäder benutzt worden ist, enthält sie oft auch ein paar Rostpartikel, die glaubwürdige Gebrauchsspuren erzeugen können. Zur Not kann man sich die dünne Rosttunke auch selber anrühren.

Viel Spaß

JZ / Otter 1


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 Betreff des Beitrags: Re: Verrosten
BeitragVerfasst: Sa 19. Nov 2016, 20:05 
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Registriert: Di 19. Nov 2013, 20:24
Beiträge: 435
...am einfachsten hat es natürlich der, welcher unedle Metalle einsetzt. Viele kennen noch den Brücken Gerd ( Schwabe) der mal in Schkeuditz ne Mason Booogie auf einer seiner Trestle ( Holzbrücke) stehen hatte. Mit dem hatte ich mal Experimente mit seinen selbst entworfenen und lasergeschnittenen amerikanischen Drehgestellen durchgeführt um sie zu altern. Unten auf den Bildern mal Arch bar ( in deutsch eher Fachwerkdrehgestelle) Drehgestelle aus seiner Produktion nach einem erholsamen Salzbad. Ein Tag in Lauge genügte, um einen total heruntergekommenen Eindruck zu machen. Wie J.Z. richtig erwähnte, unrealistisch und übertrieben für reales Aussehen. Drehgestelle die unter Wagen/kästen-resten ''wettergeschützt''altern, rosten nicht unbedingt so krass und übertrieben. Aber der eindrucksvolle Verrostungszustand von einigen meiner Modelle sollte eben so sein.
Solche unedlen Materialien würde ich heutzutage nach dem anrosten wieder mit stark verdünnten Farben bepinseln um den Eindruck von Farbresten zu vermitteln.

Pasten und Brühen können für Anfänger oder untalentierte oder besser für deren Modelle der Gau werden. Ich hab öfters Modelle gesehen die mit diversen ''Pampen'' endgültig verhunzt waren. Die B-gekuppelte Porter eines namhaften Nürnberger Spielzeugherstellers und Premiumeinsatzlok eines Bekannten war so mit Rostkloßteig beschmuddelt, das sich keine Kuppelstange mehr richtig drehte.

Und nun zu den erwähnten Salzbrezeldrehgestellen...
Bild

Bild

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F-Scaler

Das zwischen 2 Schienenprofilen ist das, wo Fahrzeuge reinpassen.


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