Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: Minifrästisch
BeitragVerfasst: Fr 27. Jul 2018, 22:22 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 97
Hallo Garten-, Feld- & Waldbahner,
es war einmal ein Wunsch von mir auch den Minifrästisch als Zusatzgerät für meinen Fräsmotor von Proxxon zu besitzen, da ich die Idee für den Modellbau gut fand. Aber schlußendlich ist er nur bedingt zu gebrauchen – Schade!

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Als erstes muß der Versatzfräsanschlag entgradet und vorn paralell ausgerichtet werden, wenn man das Originalteil in sein Bauvorhaben mit einbeziehen will. Die Versatzeinstellung ist schlicht weg Unsinn.

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Ich habe dann aus 6 mm Birke-Multiplex einen neuen Fräsanschlag mittels M 4 Senkschrauben am alten Fräsanschlag befestigt. Er ist auf der Rückseite mit einem weiteren Brettchen der gleichen Stärke verstärkt. Die Höhe ist 100 mm und so lang wie der Frästisch. Für den Fräserbereich gibt es eine Ausklingung von 15 x 20 mm. Den albernen Klarsichtfräserschutz werde ich noch versuchen auf der Rückseite anzubauen, um über ihn die Frässpäne abzusaugen zu können.

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Wie sich herausstellte ist der Originalfräsanschlag auch in der Senkrechten nicht im 90° Winkel. Entweder man arbeitet nach oder baut von vorn herein komplett neu.

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Desweiteren muß noch auf dem Tisch die Quernut verschlossen werden, da dort kleine und schmale Frässtücke kippeln und unweigerlich hängen bleiben. Gerade in Höhe des Fräsers brauche ich eine glatte und saubere Auflage. Sonst gibt es da keine Pluspunkte für ein gutes Fräsergebnis. Für die Längsnut habe ich eine entsprechende Leiste aus Eiche zugeschnitten die sich leicht aber auch spielfrei darin bewegen läßt. Auf der Leiste sitzt ein Birken Sperrholzbrettchen (6 mm x 70 mm x 100 mm) das zu einem Winkelanschlag in Radiusform geschnitten wurde. Die Führungsnut ist 4 mm breit und hat einen Radius von 38 mm. Um eine bessere Schiebefläche zu haben gibt es noch ein Brettchen 20 mm für hochkant. An dem kann dann ein weiteres Verschleißbrettchen angeschraubt werden.

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Das Ganze empfielt sich zum Schluß mit Arbeitsplattenöl oder Klarlack entzubehandeln.
Das Geniale an dem Frästisch ist, daß der Fräsmotor nicht nur von unten in der Höhe mittels Feineinstellung verstellbar ist, sondern auch noch geschwenkt werden kann.

Nachtrag:

Auch wenn es nicht gerade professionell ist, kann man das 90° Problem beim Fräsanschlag mittels zweier 4 mm breiter Hartkartonstreifen schnell und billig beheben. Und es funktioniert!

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Frästest:

Ich habe eine 10x10 mm Leiste mit einer Hohlkehle versehen und das Ergebnis ist O.K.

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nochmal Nachtrag:

alles oberhalb des originalen Frästisches sollte den Müllprofis (Ofen) überantworten werden und den Fräsanschlag bitte komplett neu bauen. Der Grund ist, die Führungsfeder vom original Fräsanschlag liegt zu labbrich in der Nut und die Zentralfeststellschraube für den Fräsanschlag kann das Nutenspiel nicht ausgleichen. Bei leichtem Gegendruck (Anomalie im Holz) verdreht sich der Anschlag minimal. Nicht gut für`s Fräsergebnis.

Schnauze voll gehabt – Neubau vom Tisch:

Es sind noch mehr Ungereimtheiten aufgetreten, z.B. abgerundete Tischoberfläche im Bereich der Führungsnuten und die Aluoberfläche schmiert auf dem Holz. Da macht es keinen Sinn mehr noch mehr Zeit und Aufwand zu investieren, um hier weiterbauen zu wollen. Es kommt nur noch "Verschlimmbessern" heraus. Mein neue Tischgröße beträgt: 220 x 320 mm. Dies ergab sich aus vorhandenen Restholzstücken.

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Beim neuen Fräsanschlag habe ich die neue Grundplatte für den Fräsanschlag mit Langlöschern zum verschieben versehen.

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Die Nut für den Winkelanschlag entsteht durch aufleimen der Tischvorderkante mit einem Restholzes, das zum Schluß der unteren Platte angeglichen wird.

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Das einzigste Teil was ich weiter verwende ist die Fräsmotorhalterung, weil ich sie nun einmal da habe. Sollte jemand auch einen Minifrästisch bauen wollen, so würde ich empfehlen die Motorfäshalterung als Ersatzteil bei Proxxon zu bestellen und den Rest selbermachen. Es ist gar nicht so schwer.

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Hier ist der Minifrästisch an meiner Werkzeugwechselplatte festgeschraubt.

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Meinen Frästisch habe ich mit Walnußöl behandelt, nach dem ich ihn mit 240er Schleifleinen abgezogen hatte. Das gibt eine schöne glatte abwischbare Oberfläche. Es wird satt mit einem weichen Pinsel aufgetragen, 10 Minuten einwirken lassen und danach den Rest mit einem Küchentuch abwischen. Sollte das Öl komplett eingezogen sein kann der Vorgang nach 2-3 Stunden wiederholt werden. Walnußöl oder Leinsamenöl (härtente Öle) sind die beiden einzigen Speiseöle die man dafür verwenden kann, da sie auf Grund ihrer hohen Omega 3 Fettsäuren mit dem Luftsauerstoff reagieren und dadurch aushärten. Keines Falls andere Speiseöle einsetzen, sie verharzen bloß und riechen ranzig und verkleben für immer die Oberfläche.

Ein äußerst wichtiger Hinweis für Unwissende:
Bei der Reaktion der Öle mit dem Luftsauerstoff entsteht Wärme. Bitte die Tücher oder Lappen die mit Öl behaftet sind ebenfalls einen Tag lang an der Luft auslüften lassen oder am besten in einem Glas oder in eine alten Blechdose lagern und erst DANN in den Müll schmeißen. Bei mir ist es gleich der Ofen. Durch solche Unterschätzung der Reaktionswärme ist schon so manche Tischlerei in Flammen aufgegangen.

Es fehlt noch an der Oberkante des neuen Fräsanschlages eine T-Nutschiene in der Andruckfedern zum sicheren niederhalten für das Frästeil befestigt werden können. Dabei geht es darum die Fingerkuppen beim niederdrücken und vorbeischieben der Frästeile vor dem Zugriff des Fräsers zu schützen.
Ein Alu-Vierkantrohr 15 x 15 mm aus dem OBI Baumarkt besorgt, besser wäre 12 x 12 mm gewesen. Auf der Kreissäge wurde mittig ein Schlitz für eine M6 Schraube geschnitten. Die T-Nutschiene ist dann oben auf den Anschlag mit Epoxydharz geklebt und verschraubt. Sie ist ein Befestigungselement für Andruckbögen oder Andruckfedern, sowie Seitenanschläge zum eintauchfräsen.

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Auf alle Fälle benötigen kleine und feine Arbeiten kleine und feine Werkzeuge!

Habt viel Spaß beim Holzwerkeln.
Gruß Thomas


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