Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: Sa 12. Jan 2019, 15:04 
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Beiträge: 2174
Hallo,
diese Maschinen haben schon lange vor den Lasermessern und Druckern Einzug in die Bastelkeller gefunden.
Die preisliche Entwicklung gibt auch hier vielen Hobbykollegen die Möglichkeit, solch eine Maschine zu erwerben.
Für Fragen und Antworten zu Thema steht dieser Thread zur Verfügung.


MfG

Ronald

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"Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist!"

Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: Mo 3. Feb 2020, 22:52 
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Hallo Zusammen,

ich hatte mir vor einiger Zeit eine Mini CNC Fräse in der Bucht gekauft, um damit Platinen zu fräsen.

Bild

Die Platinen wurden in "Eagle" erstellt und als Grafik in "Inkscape" geladen.

Bild

Dort wurden sie in Pfade umgewandelt und mit dem programmeigenen G-Code-Werkzeug und G-Code umgewandelt.
Das ist eine ziemliche Probiererei, denn Anleitungen gibt es nur in Englisch und Russisch vom Autoren der Software selbst,
und diese Leute denken halt einfach anders ... aber ich habe es doch hin bekommen.
Zwei Fräser hat es mich allerdings auch gekostet :oops:

Bild

Die sind nicht ganz einfach zu löten wegen der geringen Abstände aber man bekommt auch das mit etwas Geduld in den Griff.

Nun habe ich die Fräse noch etwas "aufgemotzt", ein Spannzangenfutter und Klemmen für das Werkstück spendiert
und damit noch ein par größere Platinen für meine Funken gefräst.

https://youtu.be/iZxfPHoZu6g

Gefräst wird übrigens mit "Candle" und alles läuft auf "Ubuntu 14.04".

Leider gibt es hin und wieder Abbrüche, was entweder an der USB Verbindung oder an der GRBL Steuerung selbst liegt.
Ich spiele deshalb mit dem Gedanken, der Fräse ein anderes Mainboard zu gönnen, was stabiler laufen soll.
Momentan fehlt mir leider etwas die Zeit dafür. Wenn es soweit ist, werde ich aber berichten.

Grundsätzlich ist das fräsen von Leiterplatten heute kaum noch rentabel, weil man sie in China für kleines Geld in sehr guter Qualität bekommt.
Aber bei kleinen Stückzahlen und auf die Schnelle ist das schon in Ordnung.
Mal sehen, was man mit der Maschine noch so anstellen kann ...

Viele Grüße
Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: Do 6. Feb 2020, 21:23 
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Registriert: Do 16. Aug 2018, 13:18
Beiträge: 46
Hallo Christoph,

sehr schön, daß Du Deine Fräse hier vorstellst! Ich muß aber zugeben, daß mich der Anblick der Leiterplatten erschreckt. Mehr als ein "so ungefähr" ist das ja nicht. Ich drücke Dir die Daumen, daß Du die Fräse noch besser unter Kontrolle bekommst um zuverlässig Teile machen zu können.

Ich habe mir 2010 eine kleine CNC Fräse von Syil gekauft, die bis heute fleissig rennt und viele, viele Teile aus Kunststoff, Alu, Messing, Stahl und Edehlstahl produziert:

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=9524

Ich möchte sie nicht mehr missen, die Möglichkeiten sind phantastisch! -Auch, weil man mal 100 gleiche Teile machen kann: Gleich im Sinne von "kein Maß weicht um mehr als +/- 0,015mm von der Vorgabe ab."

Aktuell habe ich meine Fräse gerade zu einer CNC-Drehbank mit vertikaler Spindel erweitert: Die Späneabfuhr ist super!!!


Viele Grüße aus Hamburg

Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: Fr 7. Feb 2020, 10:08 
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Registriert: Di 24. Nov 2009, 00:05
Beiträge: 1162
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Moin Gerd,

Zitat:
Ich muß aber zugeben, daß mich der Anblick der Leiterplatten erschreckt. Mehr als ein "so ungefähr" ist das ja nicht

dazu muss ich sagen, dass meine Fräse eigentlich ein "Küchentischwerkzeug" ist und der
Preisunterschied zu deiner wohl im oberen vierstelligen Bereich liegen dürfte :wink:

Mit "so ungefähr" meinst du sicher die Bohrungen, die ich aber freihändig mit dem Dremel angebracht habe,
wobei auch noch der Bohrer stumpf war :oops:

Allerdings ist diese Platine für eine sehr einfache Schaltung gedacht, für einen Akkuwarner beim Einsatz von fünf Li-Zellen
und diese hatte ich vorher auf Lochrasterplatten aufgebaut. Somit ist das schon ein erheblicher Fortschritt :D
Das Ganze ist auch schon eine Weile her. Inzwischen habe ich die Fräse genauer justiert (war ein Bausatz)
und konnte dabei eine Menge Erfahrungen sammeln.
Genau dafür war diese Aktion eigentlich auch gedacht.

Grundsätzlich ist die Platinenherstellung auf diese Weise sowieso nicht mehr rentabel, denn solche Platinen
kann ich mir heute bei chinesischen Dienstleistern für Beträge unter einem Euro, direkt aus der Eagle Datei fertigen lassen.

Trotzdem werde ich die Minifräse weiterhin für kleine Einzelstücke verwenden, die sich auf diese Weise immernoch
recht zeitnah herstellen lassen.

Viele Grüße
Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: Sa 8. Feb 2020, 10:53 
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Beiträge: 2174
Hallo Fräsies, ;)
so eine kleine Fräse, egal ob Premiumklasse oder Käsefräse, kann beim Modellbau sehr hilfreich sein.
Mit meiner Stepcraft habe ich auch so meine Erfahrungen gesammelt.
Bild
Sehr hilfreich war dabei das Stepcraft Forum, was viele Fragen geklärt hat und mich auch davor bewahrte einige Fehler neu zu begehen.

Als Fräsmotor habe ich 2 Proxxons im Einsatz, immer im Wechsel, da der Lagerverschleiß doch relativ hoch ist.
Mit den erreichbaren 24000 Umdrehungen arbeitet man gerade so an der Untergrenze des Machbaren.
(Man sollte sich doch beim Fräserhersteller über die optimalen Fräsgeschwindigkeiten kundig machen, Frässtichel gehen gar nicht)
Der Fräsmotor der Chinesen läuft mit maximal 12000 Umdrehungen und ist meiner Meinung nach zum Fräsen nur bedingt geeignet.
Da ich das selber testen wollte, habe ich mir beim Chinesen meines Vertrauens so einen Motor bestellt, dazu gleich noch einen passenden Drehzahlregler:
Bild
Das Ergenbis war ernüchternd. Der Rundlauf im Bereich 1mm und darunter war trotz Einsatz von Spannzangen grenzwertig (im Bereich 2-3mm scheint es noch akzeptabel zu sein).
Hauptproblem ist aber das Spiel der Motorwelle, es war unmöglich, einen exakten 0-Punkt zu setzen, da die Motorachse zu viel Spiel hat ( ca 1-2mm).
Dadurch funktioniert eine exakte Tiefeneinstellung, die man vor allem zum Fräsen von Leiterplatte braucht, überhaupt nicht.
Fazit: wer das Ding haben möchte, kann es bekommen, ein Netzteil gibt es auch noch dazu.

Es bleibt also erstmal bei den Proxxons (Eine Hochleistungsspindel mit dazugehörigen Umrichter habe ich mir auch angeschafft, allerdings erfordert die Nutzung einen Totalumbau der Fräse, wovor ich bisher zurück geschreckt bin)

Ein kleines wichtiges Teil hat mir bisher gute Dienste gleistet:
Bild

Bild

Bild

Das ist ein Niederhalter, welches das zu fräsende Material auf die Opferplatte drückt.
Vor allem bei dünnen Materialien (Leiterplatten!) sehr hilfreich.

Noch was zur Software:
Fräszeichnungen im DXF Format erstelle ich mit einem meiner CAD Programme, meistens 3D, aus denen ich dann die 2D Fräsdateien ableite.
Die DFX Dateien werden dann mit Hilfe von Estlcam in G-Code umgewandelt, mittlerweile funktioniert das Estlcam immer besser.
http://www.estlcam.de/
Auf dem Fräslaptop läuft dann Win PC.
https://www.lewetz.de/de/sample-sites-2/winpc-nc/uebersicht
Seit Jahren klappt das zusammenspiel problemlos.
Abbrüche, so wie von Christoph beschrieben, gab es am Anfang auch.
Dann habe ich den Rat aus dem Stepcraft Forum befolgt, nur hochwertige USB Kabel und so kurz wie möglich, zu verwenden.
Außerdem sollte man am Fräscomputer während des Fräsens keine anderen Programme laufen lassen, vor allem bei Windows muß
das automatische Updaten ausgeschaltet sein.

Das man aus der Chinesenfräse eine brauchbare Maschinen bauen kann, sogar mit Lasereinsatz, zeigt Claus ( auch hier im Forum angemeldet)
in seinem Blog:
https://modellbahnblog.de/meine-cnc-fraese-aus-einem-china-bausatz/
Vielleicht kann er hier noch einige weitere Tips geben.

MfG

Ronald


PS: von meiner Hochleistungsspindel würde ich mich auch trennen, bei Interesse, Mail oder PN an mich

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Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: So 9. Feb 2020, 13:28 
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Hallo Zusammen,

den Begriff "Käsefräse" halte ich für ziemlich überheblich,
denn gerade im Selbstbau von ein par eigenen Modellen ist so
eine kleine Fräse immer ein Gewinn gegenüber dem Cuttermesser.
Außerdem sollte man die Verhältnismäßigkeit berücksichtigen,
ich nehme ja auch keinen Mähdrescher zum Rasen mähen :wink:

Bei dem Laserumbau dieser kleinen Geräte habe ich allerdings so meine Bedenken.
Ich habe mir mal beim Justieren der Spiegel meines Lasers und natürlich aus Dummheit mit ca. 4 Watt
in die Hand "gestochen" was äußerst schmerzhaft war. Gab eine böse Brandwunde :o

Das so eine Minifräse auch keinerlei Gehäuse hat, finde ich problematisch.
Ein abgelenkter Strahl, der z.B. auf dem Frästisch reflektiert wird, kann einem schon das Auge zerstören
und selbst eine Schutzbille hält so einem Strahl nur sehr kurz stand.
Also mit mehr als ein oder zwei Watt würde ich ohne Gehäuse nicht schneiden wollen
und dann kommt natürlich noch der Gestank dazu ... das Material verdampft schließlich :roll:

Viele Grüße
Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: So 9. Feb 2020, 14:54 
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Beiträge: 2174
Hallo Christoph,
der Begriff "Käsefräse" war nicht abwertend gemeint, ich habe den nur von hier:
http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?p=288685#288685
übernommen :roll:
Du weißt ja selber, jede Maschine, die nicht mindestens eine fünfstellige Summe kostet, taugt nichts.....oder doch?

Mit dem Gehäuse um eine Laserfräse hast du natürlich Recht.
Ich hätte da auch so meine Bedenken.
Betreibt man so ein Gerät in einer Wohnung (nicht jeder verfügt über separate Bastelräume), hat man die Wahl zwischen "Pest und Cholera".
Die Fräse ist meistens sehr laut, und beim Lasern hat man die Geruchsbelästigung. ( da liebe ich mir meine Drucker)
Trotzdem finde ich das Projekt der Laserfräse äußerst interessant, vielleicht kann sich der Erbauer selber hierzu äußern?

MfG

Ronald

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Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: CNC Fräsen
BeitragVerfasst: So 9. Feb 2020, 16:09 
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Registriert: Di 24. Nov 2009, 00:05
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Moin Ronald,

war auch nicht gegen dich gemeint
und dem Rest kann ich voll zustimmen :wink:

Grüße aus dem windigen Norden
Christoph

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