Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: Darstellung von Steinkohle im Modell
BeitragVerfasst: Mo 5. Jul 2010, 10:30 
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Registriert: Di 1. Jun 2010, 18:15
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Moin zusammen,

In einem anderen Forum ist am Wochenende eine heiße Diskussion um den Sinn oder Unsinn des Angebots von Modell-Kohle entbrannt.
Einzelne "Besser-Modellbahner" jenes Forums schlugen vor, man müsse keine - gemessen am Tonnenpreis - erheblich teurere Modellkohle kaufen, da man ja Kohle auf Halden oder bei Museumsbahnen "kostenlos sammeln" und dann zuhause mit dem Hammer zerkleinern könne.

Das mögen gerne einzelne Modellbahner so tun, ich sehe aber das Modellergebnis dieser zerstoßenen Kohle als wenig vorbildlich an:
Steinkohle hat natürlicherweise einen hohen Glanz, der besonders an den Bruchflächen deutlich zu sehen ist.
Beim Vorbild wurde aber außer beim Metall schmelzen und Schmieden normalerweise kein typisch glitzerndes Anthrazit verwendet, sondern mehr oder weniger stark gebrochene Rohkohle. Diese hat im Gegensatz zum Anthrazit auf Grund der noch enthaltenen natürlichen Verunreinigungen eher ein stumpf schwarzes bis sehr dunkelgraues Aussehen und nur wenig Glanz.

Wird jetzt für die Darstellung im Modell nur reine Steinkohle verwendet, kommt es nach meiner Ansicht zu einem unnatürlich dichten Funkeln und Glitzern.
Daher habe ich schon länger nach einer Möglichkeit gesucht, (Modell-)Kohle lose schütten zu können, aber dabei dieses Glitzern zu reduzieren ohne mit Farbe arbeiten zu müssen. Nachdem ich mir jetzt eine echte Schmiede kaufen durfte, kam mir beim ersten Reinigen der Esse die "rettende Idee":
Beim Schmieden wird zuerst die Kohle am Rand der Esse zu Koks gekocht um die für's Schmieden schädlichen Gase aus der Kohle zu treiben. Dieser Koks hat tatsächlich eine überwiegend stumpfe Oberfläche.
Zusammen mit den unverbrannten, aber in der Wärme bereits gebrochenen Kohlekrümeln habe ich per Zufall genau die Optik erhalten, die ich von der Kohlenhalde des Großkraftwerks in Mannheim noch zu gut kenne.

Um nun nicht auf ein Zufallsergebnis aus den Kohleresten nach dem Schmieden angewiesen zu sein, koche ich nach dem Schmieden den zuvor ausgesiebten Kohlenbruch mit dem restlichen Schmiedefeuer gezielt teilweise zu Koks. Da dieses Feuer dann schon sehr klein ist, kann ich auch problemlos diese kleinen "Krümel" kochen, ohne sie gleich komplett zu verbrennen.
Das Ergebnis seht ihr jetzt erst mal hier und demnächst auch auf meiner Anlage.

Kohlenstaub geschwärzte Grüße
Ralf

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