Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: Busdraisine
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2016, 00:52 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 97
Hallo Garten-, Feld- & Waldbahner,
alles fing damit daß ich beim stöbern im Netz über den frei verfügbaren Kartonbausatz einer Dieseldraisine von Gerald Maaß gestolpert bin. Nach dem ausdrucken und zusammenkleben hatte ich mein erstes Modell in 1:22,5 und ich fand Gefallen daran. Der nächste Schritt war das recht einfach gehaltene Modell stabiler und vorallem plastischer zu bauen. Hier einpaar Bilder von dem Modell. Damals nahm ich es nicht so genau mit dem fotografieren der Baufortschritte.

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Für dieses Fantasiemodell entschied ich den Einsatz in einer Obstgärtnerei. Dafür brauchte das Maschinchen noch seine Stiegenwagen

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mit den dazugehörigen Obst- und Gemüsekisten.

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Nun war ich für Feldbahn und diese Baugröße auf den Geschmack gekommen. Es sollte als nächstes ein Fahrzeug nach eigenem Geschmack her. Durch die vielen Anregungen aus dem Netz entstand der Wunsch eine Busdraisine zu bauen. Mein Lieblingsmaterial war zu dieser Zeit Karton, sehr billig zu beschaffen und einfach zu verarbeiten. Irgendwann standen Aufräumaktionen ins Haus und der Sammelwahn meines Stiefvaters mußte entsorgt werden. Dank meines Ofens war das für die nächsten zwei Jahre kein Problem. Dabei sortierte ich brauchbares Material für mich aus und das war reichlich. Pappen und Kartons jeglicher Art werde ich in meinem Leben nie wieder kaufen müssen. Nun aber zur Modellumsetzung.

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Meine Herkunft war die Spur N. Somit hatte ich kein H0 Bastelmaterial im Haus. Daher fürs erste selbst gedrehte Räder und 3 mm Schweißdraht für die Achsen. Die Hauptsache das Modell rollt erst einmal.

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Geleimt wird bei mir mit Weisleim und zum härten der Schnittkanten oder auch Oberflächen verwende ich Sekundenkleber. Dadurch lassen sich sehr akkurate Tür- und Fensterausschnitte erstellen und der Karton fängt nicht an sich aufzudröseln. Der Karton dient bei mir nur als Trägermaterial für die Innen- so wie für die Außenhaut. Durch die Sandwich-Bauweise werden die Modelle sehr stabil. Die Scharniere für die Türen bestehen aus einem 2 mm Messingrohr auf ein schmalen Streifen Messingblech gelötet. In dieses Messingrohr paßt wunderbar ein 1,5qm Kupferkabel als Angel.

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Die Fensterrahmen sind auch wieder aus Abfallmaterial, denn verpackte Drogen aus der Apotheke gab es reichlich bei uns im Haus. Die Pappe wird mit einem braunen Filzstift als Holzimitat eingefärbt und die Glasscheiben sind Verpackungsmaterial welches jeder wohl kennt.

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Die äußere Verschalung ist aus in Streifen geschnittene Pappelholzverpackung von Camembertkäse. Nach dem verleimen wurde das Ganze überschliffen.

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Weil es so gut funktionierte das gleiche nochmal für Innen.

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Für das Dach mußten Mobelrückwände herhalten. Um die Wölbung darzustellen wurde es verdoppelt. Der Dachbelag sollte Dachpappe sein. Das ermöglichte mir nutzloses Schleifpapier aus China. Bei seiner Herstellung muß Leim für den Halt der Schleifpartikel Mangelware gewesen sein. Dank meines Einsatzes von Weisleim und anschließender schwarzer Farbe sind die Partikel als besandete Dachpappe immer noch auf dem Papier.

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Bei so einem Gefährt macht ein Dachgepäckträger Sinn.

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In der Zwischenzeit habe ich mich für die Farbe der unbeholzten Teile entschieden.

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Die Zug- und Rammvorrichtung entsteht auch aus Pappresten. Die Verfestigung erledigt der Kleber und die Farbe.

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Nun noch die Motorhaube. Pappe ist klar und der Kühlergrill wurde einer Metallfiltermatte einer Küchenabsaugung entnommen, da war genug drinn. Die Scharnierdarstellung für die Seitenklappen der Motorhabe sind aufgeklebter Klingeldraht und sie ist abnehmbar für die Verstaung eines Empfängers und Akkus.

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Um die möglichen Gepäckstücke nicht mit Schwung auf das Dach wuchten zu müssen bedurfte es noch einer Leiter aus 1,5qm Kupfer.

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Damit es neben der Motorhaube nicht so nackig aussah stehen seit dem dort zwei Kisten für Werkzeug und Schmierstoffe.

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Bei der Fahrgastsitzbank, wie soll es auch anders sein, ist das Trägermaterial Pappe. Zur Abrundung der oberen Polsterung wurde ein 5 mm Buchenstab eingeklebt. Auf die eigentliche Polsterung bin ich gekommen als eine alte Lederjacke als Energieträger vor meinem Ofen lag. Da fiel mir das Innenfutter auf und kurz darauf verschwand es in meinem Bastellager. Seht selbst was für ein edler Karosseriestoff daraus zu gewinnen ist. Der Fußbodenbelag ist rot marmoriertes Linoleum.

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Die Türverriegelung ist bei mir wie immer aus 1,5qm Kupfer. Näheres muß ich glaube nicht erklären. Die Bilder dürften alles sagen.

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Fehlt noch der Sitz für den Fahrer und sein Bedienpult.

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Nun gilt es noch das Gefährt mit einem Motor und Funkfernsteuerung zu versehen.

Bis dahin Gruß Thomas


Zuletzt geändert von Gärtner am Sa 12. Mai 2018, 07:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Busdraisine
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2016, 07:45 
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Registriert: Di 22. Dez 2009, 11:07
Beiträge: 253
Wohnort: 31177 Harsum
Hallo Thomas,

dann ist ein phantastisch detaillierter Baubericht.
Ich gratuliere dir zu deinem excellenten Modell !!!

_________________
Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

schamloser "0e Freelancer"
DelTang Funkloks 1:45


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 Betreff des Beitrags: Re: Busdraisine
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2016, 10:09 
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Registriert: Di 29. Mär 2011, 15:48
Beiträge: 2158
Moin,

ein sehr schöner und detaillierter Baubericht. Soviel Mühe und Arbeit für Foren macht sich heute kaum noch jemand.

Ein sehr ansprechendes Gn15 Modell. Erinnert ein wenig an die 2 Fuß Forddraisinen der irischen Tralee & Dingle Bahn.

Etwas Zweifel habe ich an der Höhe des Fahrgastraumes. Es sind 1 : 24 Figuren verbaut, wie sie u.A. von S. Prehm als Zubehör für den bekannten Saurer Alpenbus verkauft werden.

Wenn sie sich von ihrem Platz erheben, um zu den Türen zu gelangen, müssten sie aufstehen. Eine stehende 1 : 24 Figur hat um die 70mm Höhe. Aktuell müssten sie ziemlich zusammengekrümmt laufen, um sich nicht den Kopf zu stoßen.

Zum Thema Passagiertransport mit Gn15 habe ich mir an mehreren Stellen des Forums vor Jahren schon meine Gedanken gemacht. U. A. hier: http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=56&t=539&start=10

Als Lösung verwende ich bei meinen Schienentaxen Abteile. Da können sich die Passagiere direkt von der Tür in die Sitze falten.
Wie bei einem heutigen PKW.

Viel Spaß

JZ / Otter 1


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 Betreff des Beitrags: Re: Busdraisine
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2016, 15:18 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 97
Wunderbar wenn die Berichterstattung gefällt, dann kann ich ja demnächst noch weitere Beiträge einstellen.

Otter -
Bei den Figuren hast du Recht, sie fallen eine Nummer kleiner aus. Der Fahrer ist auch auf Grund seiner Kleinwüchsigkeit eingestellt worden, ansonsten handelt es sich um ein "Behindertenvehikel". Die Mitfahrt ist nur Rückenlahmen und Ichias geplagten Personen erlaubt. Die junge Frau neben der Oma ist nur eine Begleitperson und dafür zuständig die Großmutter aus der Kiste zu ziehen wenn sie mal hängen bleibt.
Hast du denn die Beiträge in dem anderen Forum lesen können?

Bis dahin Gruß Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Busdraisine
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2016, 19:59 
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Registriert: Mo 24. Sep 2012, 15:39
Beiträge: 57
Hallo Thomas, danke für Deine tollen Bauberichte, wie Du auch mit Materialien aus dem Leben für den Modellbau einsetzt, einfach Klasse große Anerkennung mach bitte weiter so
Gruß Burckhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Busdraisine
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2016, 22:50 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 97
Dann will ich mal schnell noch was nach schieben. Viel verwendetes Baurmaterial ist bei mir die harten Deckel von Schreibbücher in A5 oder A4. Die Pappe ist sehr fest und mit einer Stärke von ca. 1,5 mm ein ideales Trägermaterial. In ihr habe ich auch schon glaubhaft Gewinde geschnitten. Das Kernloch eines Gewindes in den Karton gehohrt und die entsprechende Schraube sachte ein- und ausgedreht. Mit dem Skapell die äußeren Fusseln weggeschnitten und dann das Gewindeloch mit Sekundenkleber getränkt.Nach dem Aushärten die verhärteten Fusseln weggeschliffen und die Schraube erneut eingedreht. Solche Gewinde sind natürlich nur in unserer Baugröße oder kleiner bedingt wirksam.

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Reste davon lassen sich sehr gut zu Lokkupplungen umformen. Alles ist verklebt mit Weisleim.

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Nach dem aushärten (einTag) wurden die Kupplungen in Form geschliffen. Danach die Schnittstellen mit Sekundenkleber gehärtet und die aufgeraute verhärtete Oberfläche nochmals geschliffen.

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Als letztes vor dem verkleben oder lackieren das Kuppelloch bohren.

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Zu sehen wäre sie dann an der Kartonkonstruktion vom Gerald Maaß.

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Bis dahin
Gruß Thomas


Zuletzt geändert von Gärtner am Sa 12. Mai 2018, 07:12, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Busdraisine
BeitragVerfasst: Mi 10. Mai 2017, 10:52 
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Registriert: Di 29. Mär 2011, 15:48
Beiträge: 2158
Moin,

den Micro-Bus gibt es auch in rot. http://modellbauer.forum-aktiv.com/t9582-feldbahn-kiesbahn-usw-gebaut-von-klausgrimma

Bin schon gespannt, wie der Kollege dort das mit dem Antrieb löst.

Die blaue Variante parkt seit ein paar Wochen auf meinem Schreibtisch. Ebenfalls noch antriebslos.

Viel Spaß

JZ / Otter 1


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