Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: Bienenhaus
BeitragVerfasst: Do 14. Jun 2018, 17:10 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 70
Hallo Garten-, Feld- & Waldbahner,
das Bienenhaus welches in meinem Nachbarort steht wollte ich auf meiner Gn15 Anlage Gärtnerei Miemelmann stehen haben. Dieses Haus ausgiebig zu fotografieren und zu vermessen war daher kein Problem für mich. Wie ich vom derzeitigen Betreiber erfahren habe hat der Großvater vom ehemaligen Besitzer des angrenzenden Vierseitenhofes dieses Bienenhaus extra für Honigbienen im Jahre 1894 errichtet. Für eine reichliche Honigernte ist auf Grund der riesigen umliegenden Obstplantagen gesorgt.

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Ausgangsmaterial sind 3 mm MDF-Platten von Altmöbeln. Die umgerechneten Maße in 1:22,5 übertragen und mit der Dekupiersäge ausgesägt. Die Grundmaße sind 155x155 mm und die Höhe 175 mm.

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Die beschichtete Seite habe ich nach innen genommen, da außen noch die Brettverschalung angebracht wird. Beim verleimen mußte im Klebebereich mit Schmiergelpapier etwas aufgerauht werden, sonst hält der Leim nicht.

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Die sichtbaren Fachwerkbalken von 3x6 mm sind aufgeleimt.

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Um das Haus formstabil zu halten bekam es seinen Fußboden.

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Der Sockel des Hauses besteht aus behauenen Natursteinen. Für dessen Darstellung wählte ich 3 mm starke Trittschalldämmung.

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Da die Dachneigung 45° ist, ist es ein leichtes die Dachhaut nach zu bilden.

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Das Dach soll abnehmbar sein. Daher werden die Dachbinger am Giebel mit Zwingen fixiert und nur im Bereich der Gerung verleimt.

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Nach halbstündlicher Trockenzeit wurden sie auf der Dachinnenseiten an den markierten Linien verleimt. Somit ist das Dach abnehmbar und hat gleich seine Führung auf dem Gebäude.

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Weiter geht es mit der Verschalung mittels hölzerner Kaffeerührlöffel.

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Probe stehen auf der Anlage.

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Nun zum eigendlich wichtigsten, den Bienenkästen. Verwendet habe ich Graukarton der mit farbigen Bastelkarton beklebt wurde. Die Einflugslucken angezeichnet und ausgeschnitten. Die Kastenbelüftung ist nur mit Bleistiftstrichen angedeutet. Da die Bienenkästen so groß sind um zwei Völker beherbergen zu können, kann für eine Zweitbelegung die obere Einfluglucke geöffnet werden.

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Für den Einzug des natürlichen Lichtes sorgen die darüberliegenden fest eingebauten Fenster. Hergestellt sind sie aus 2 mm Acryl-Bastlerglas und mit 80 g Papierstreifen beklebt.

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Mit der gleiche Vorgehensweise baute ich die Fenster für den Imker.

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Nochmal Probe stehen.

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In der Zwischenzeit habe ich den Natursteinsockel mit einem Kugelschreiber geprägt, den Türrahmen eingepaßt und die dafür passende Eingangstür gebaut.

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Wieder Probe stehen auf dem in inzwischen festgelegten Terrain des Bienenhausgartens. Einpaar Baumstümpfe aus dickeren Astscheiben und zwei Bäume ohne Laub sind zu sehen. Diese sind aus ausgebuddelten und umgedrehten zweijährigen Ahörnern entstanden. Die sorgfältig ausgewaschenen Stämmchen haben die feinen Faserwurzeln behalten welche das Geäst darstellen sollen.

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Da es sich bei der Verschalung um eine Sächsische Sparschalung handelt müssen die Brettfugen noch mit Deckleisten übernagelt werden. Diese wiederum sind aus 0,5 mm dicken Balsaholz in schmale Leisten geschnitten und eingefärbt. Eine solche Sparschalung findet man sehr oft an einfachen Gebäuden der sächsischen Schmalspurbahnen.

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Damit das Gebäude der Witterung von oben auch trotzen kann geht es nun an die Dacheindeckung. Aus dickeren Alu habe ich das Ortgangblech nach gebildet.

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Ich wollte gern ein Schindeldach in rot. Dafür habe ich festen Bastelkarton in Streifen geschnitten. Um bei den einzelnen Lagen einigermaßen eine gleichbleibende Geometrie zu haben kam eine simple Schneidvorrichtung aus einer dünnen Leiste mit einem Anschlag zum Einsatz.

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Zu erst die Traufkante.

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Dann geht es mit der Dacheindeckung immer im Versatz munter drauf los. Nur hatte ich mich beim Höhenaufriß ein wenig vertan. Gemerkt hatte ich es erst als eine Seite eingedeckt war. So schlecht sah es nicht aus, also blieb es so.

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Die farbige Behandlung des Natursteinsockels. Auf den Bildern sind vier kleine Kupferdrahtstifte zu sehen, die für die platzgenaue Fixierung auf der Anlage dienen.

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Damit die Tür von außen zu öffnen ist brauche ich eine Türklinke. Diese fertige ich aus 1,5m² Kupferdraht.

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Es wäre nun schade für die viele Mühe beim Bau, wenn das Regenwasser ungehindert vom Dach an das Gebäude platscht. Eine Dachrinne muß her. Man beachte wie die Nahrungsversorgungsindustrie an uns Modellbauer denkt. Die sauber geleckte und glatt gestrichene Senftube wird in doppelter Länge des gestrecken Rinnenquerschnittes zugeschnitten und gefalzt. In deren Mitte kommt ein blancker Klingeldraht der die Rollwulst an der Rinnenvorderkante simuliert.

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Nun benötige ich eine Hartholzleiste und einen Buchenrundstab von 6 mm Durchmesser. Die Modellrinne soll einer 160 mm Rinne entsprechen. Ich säge daher an der Kreissäge eine Nut von 7mm Breite und einer Tiefe von 4 mm. Das vorgefertigte Rinnenblech wird nun mit der Drahtwulst nach unten an die Sägenut angelegt und mit dem Rundstab in die Tiefe gedrückt. Durch dieses Tiefziehverfahren formt sich die Rinne um den Holzstab und die Drahtwulst verhindert das unkontrolierte einziehen des Bleches in die Nut. Das überstehende Blech wird abgewinkelt und dient der Befestigung am Dach.

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Rinne zu kurz – ein Reststück wurde angeformt.

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Die Rinnendeckel habe ich angeklebt und nach dem aushärten des Klebers der Rinnenkontur angepaßt.

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Für die Einfriedung des Bienengartens wollte ich auch wie im Original einen Jägerzaun haben. Ursprünglich war angedacht den Zaun von der Anlage abnehmbar zu machen um Transportschäden durch den Ausstelungsbetrieb zu vermeiden. Ich habe ihn nach der Fertigstellung fest mit der Anlage verbunden und dafür die Transporthalterung für die Anlagenteile geändert. Zu erst die Zaunsäulen mit den Querriegeln.

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Hier entstehen Holzrahmen für zwei Gartentore.

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Die Einfriedung des Terrain ist geschloßen. Nun muß es nur noch wie ein Jägerzaun aussehen. Um das hinzubekommen wurde diese Hilfsvorrichtung gebaut. Das schräge Brettchen dient zum anhalten der Zaunlatten im richtigen Winkel und die untere Leiste als Tiefenanschlag um die Latten vom Erdreich fern zuhalten.

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Vor Klebebeginn wurde alles Holz mit Beize behandelt, da austretender Leim eine Färbung verhindert.

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Wärend das Holz vom beizen durchtrocknet geht es an die Herstellung der Gehwegplatten. In unserer Gegend sind die Maße dafür 300x300 mm üblich. Normaler Graukarton wird aufgedoppelt und in den entsprechenden Modellmaßen angezeichnet und geritzt. Es können ruhig einpaar mehr sein,da man nie weis wo noch welche gebraucht werden.

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Jetzt geht es aber mit dem Zaunbau los. Erst in die eine Richtung die Latten verklebt

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dann in die andere Richtung. Und schon hat man einen Jägerzaun.

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Die Tore.

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Sieht schon ganz pasabel aus.

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Ich bin zufrieden und das Gras wächst auch gut.

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Wie ich diese Tierchen in 1:22,5 darstellen kann weis ich noch nicht.

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Bis dahin Gruß Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienenhaus
BeitragVerfasst: Fr 15. Jun 2018, 10:09 
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Registriert: Di 24. Nov 2009, 00:05
Beiträge: 1038
Wohnort: ehemaliger Müritzkreis
Moin Thomas,

das ist doch ein wunderbares Bienenhaus geworden.
Schön, dass du mit deiner Gärtnerei weiter baust und so
deinem Namen alle Ehre machst 8-)

Aber mit diesem Tierchen wirst du keinen Honig ernten,
denn dabei handelst es sich mit ziemlicher Sicherheit um
eine Schwebfliege, genauer Syrphus ribesii - Grosse Schwebfliege .
http://www.rutkies.de/Syrphidae/artikel/
( etwas nach unten scrollen )

Bin trotzdem gespannt, wie du die Tierchen angehen willst.
Ich habe mich mal mit Möwen aus Fimo befasst, das war schon fummelig.
http://www.buntbahn.de/fotos/data/731/567DSCF7808.JPG
http://www.buntbahn.de/fotos/data/731/567DSCF7814.JPG

Aber du als Feinstmechaniker wirst das schon schaffen ;)

Viele Grüße
Christoph

_________________
aufräumen zerstört die natürlich gewachsene Struktur


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