Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Fr 11. Nov 2016, 21:06 
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Registriert: Di 12. Mär 2013, 12:27
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Hallo, ich musste heute einen herben Rückschlag verzeichnen. Ich war gerade dabei, die verlegten H0 Piko-Flexgleise und Piko-Weichen weiter einzupflastern. Der günstige Preis hat mich die oft gelesenen Hinweise auf die falschen Maße vergessen lassen. Ich wollte die Schienen als Kompromiss einbauen, so dass nur die Oberseite zu sehen ist.

Habe dazu selbsttrocknende Knetmasse mittels eines kleinen Kinder-Nudelholzes aufgebracht und anschließend mit einem selbstgebauten Werkzeug Pflastersteine herausgestochen. Dann das ganze grün gemalt, trocknen lassen und die Steine schwarz gemalt. Sah ganz gut aus.

Bild

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Bei einer Schiebeprobe -ein Zugfahrzeug habe ich noch nicht fertig- musste ich feststellen, dass die Wagen auf einer Weiche häufig entgleisen. Ich ging davon aus, dass es daran liegt, dass ich die Schienen doch ganz erheblich umgeformt habe, mehr als das Flexmaterial eigentlich vorsah. Ich habe darauf die Geleise nochmal gelöst und in etwas entspannterer Form wieder eingebaut. Leider musste ich dabei einen Teil des Pflaster wieder aufnehmen. Wegen der eingeprägten Steine gibt es aber sehr viele "Sollbruchstellen", die das Ganze sehr vereinfacht haben.

Eine erneute Schiebeprobe ergab leider, dass das Problem weiter besteht. Bei genauerer Kontrolle ergab sich, dass die Weichenzunge unter dem Gewicht der Fahrzeuge etwas nachgibt und diese dann entgleisen. Dabei war mir gerade wichtig, dass die Fahrzeuge möglichst schwer sind. Jetzt weiß ich erst einmal nicht weiter.

Liebe Grüße

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Rübenbahner

Das maßstabsgetreue Modell habe ich fertig. Bin jetzt auf der Suche nach dem passenden Vorbild ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Fr 11. Nov 2016, 22:42 
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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 22:48
Beiträge: 2056
Hallo Andreas,
stell doch mal ein Bild der entsprechenden Weiche ein.
Ich selber habe alte Fleischmann Messingweichen benutzt (bekommt man günstig bei Ebay) und keine diesbezüglichen Probleme gehabt.
http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=62&t=1149

MfG

Ronald

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"Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist!"

Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Sa 12. Nov 2016, 10:12 
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Registriert: Di 12. Mär 2013, 12:27
Beiträge: 36
Wohnort: Magdeburg
Hallo, hier ein Bild von der Weiche

Bild

Und hier ein Bild von der Stelle, wo es passiert.

Bild

Die im Bild linke Weichenzunge gibt etwas nach, in dem Moment läuft der Spurkranz ins Leere.

Das tritt auf bei dem Gn15/0e - "Dapol" Fertig-Fahrwerk (Lasergang), hier sind die Spurkränze modellgerecht etwas kleiner. Es tritt nicht auf bei dem Gn15 - Flachwagen/Unterwagen, kurz (Lasergang) mit Hornby-Achsen 14,1 mm Durchmesser, bei dem die Spurkränze etwas höher sind.

Hornby Achsen passen aber nicht in das Dapol Fertig-Fahrwerk. Also werde ich ältere Weichen aus der Bucht besorgen und austauschen. Also ist wieder Tiefbau angesagt ...

L. G.

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Rübenbahner

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 Betreff des Beitrags: Re: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Sa 12. Nov 2016, 11:10 
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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 22:48
Beiträge: 2056
Hallo,
Weichen mit stabileren Profilen dürften hier die bessere Wahl sein.
Die Weichenradien können etwas kleiner sein.
Außerdem wäre es wichtig zu wissen, fährst du mit Schienenstrom oder nicht.
Akkubetrieb erleichtert den Gleis-und Weichenbau ungemein.
Mit den Hornbyrädern habe ich immer gute Erfahrungen gemacht und wo kleinere Räder nötig waren, wurden Wechselstromradsätze verbaut.

MfG

Ronald

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Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Sa 12. Nov 2016, 19:02 
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Registriert: Di 19. Nov 2013, 20:24
Beiträge: 435
...nicht die Weiche ist zu weich, sondern die Zungenprofile werden ''weggebogen''. Das nur mal zuerst. Diese Weiche ist eine langgestreckte, deren Zungen sehr lose an den Zungenwurzeln ( die Drehstelle der Zungen beim Herzstück) befestigt sind.

Du hast nur 4 Chancen so eine Weiche mit großem Bogenhalbmesser ( auch Radius des abzweigenden Gleises) halbwegs befahrbar zu machen.

1. Klebe mit Sekundenkleber einen zusätzlichen Radlenker an der grünen Linie ein. Der verschwindet eh im Strassenbelag. Hält der den Radsatz nicht weg von der kippelnden Zunge in Richtung Fahrweg Abzweig, dann:

2. Klebe/Löte so weit es geht ( beachte wo die Zunge an der Backenschiene anliegen muß) seitliche Verstärkungen an die jeweilige Zunge. Ein Messingstreifen müßte genügen.

3. Schneide dir Abstandshalter und versuche die zwei Zungen auf dem nötigen Abstand zu halten.

4. Klemme die Zungen an der Zungenwurzel so ein, das sie sich noch bewegen, aber nicht mehr seitlich kippeln.

Ich denke wenn einer der Vorschläge gelingt hast du großes Glück, denn wie geschrieben die Weiche hat enorm lange ( teils schlabbernde) Zungen. Bei leichten Modellen wäre das Problem eher nicht aufgefallen.

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F-Scaler

Das zwischen 2 Schienenprofilen ist das, wo Fahrzeuge reinpassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Mo 14. Nov 2016, 20:00 
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Registriert: Di 12. Mär 2013, 12:27
Beiträge: 36
Wohnort: Magdeburg
Hallo, vielen Dank für die Tipps.

@F-Scaler: Habe mir in der Bucht zwei alte kurze Fleischmann-Messingweichen bestellt. Finde es aber auch interessant, die neuen PIKO-Weichen noch nicht aufzugeben. Werd das mit der Verstärkung mal versuchen und berichten.

@ Ronald: ob Akku oder Schienenstrom, das weiß ich leider nicht. Bislang bin ich noch aus LGB-Zeiten bei Schienenstrom, aber was die maßstabsgerechte Langsamfahrt angeht, hat der ja so seine Schwächen. Und in Verbindung mit meinen feinmechanischen "Fähigkeiten" wird das sicher nicht besser.

Ein Motor von SB-Modellbau, z.B. : http://www.sb-modellbau.com/index.php?c ... 875f4f0920" , mit Schwungmasse, Pufferspeicher, Sound und Licht wäre etwas. Aber der Preis, bis hier ca. € 400,00. Mein digitales Steuerteil kann die Glockenanker-Motoren auch nicht steuern ...

Mit Akku und Fernsteuerung find ich mich momentan überhaupt nicht durch, aber da wurde ja heute unter Gn15 ein neues Thema eröffnet.

L. G.

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Rübenbahner

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 Betreff des Beitrags: Re: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Do 17. Nov 2016, 17:15 
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Registriert: So 30. Mai 2010, 11:34
Beiträge: 204
Wohnort: Da wo der "Molli" dampft
Moin,

ein "Verziehen" der Gleise/ Weichen durch die Knetmasse umgeht man, indem man mehrere flache Schichten aufträgt. Erst vollkommen trocknen lassen und dann das Steinprofil mittels Reißnadel modellieren. Das hat bei mir ganz gut geklappt.
Zur Elektrifizierung: Sicherlich ist die Fahrt mit Akku schon elegant, doch auch hier kosten Akku, Ladegerät, Sender und Empfänger und die entsprechenden Fahrwerke Geld. Vielleicht bin ich da altmodisch, doch ich fahre noch mit Schienenstrom, Heißwolf-Regler und vorwiegend sb-Fahrwerken. Herr Bussjäger bietet ab und zu Rabatte und da habe ich dann das Fahrwerk unter 150,-€ bekommen. Dafür laufen sie aber auch super. Gute Fahrwerke gibt es auch im H0-Bereich und bei Magic Train.

Hier schon eine Diskussion dazu:

http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=55&t=907&hilit=Gn15+fahrwerk


https://youtu.be/Di7QA8b6YiU

Von der Walddestille wurde auch ein schönes Video gemacht.

Hier laufen zwei Loks mit Hornby und Fleischmann ANNA Fahrwerken. Geht auch.

https://www.youtube.com/watch?v=dFIna1U3lB4

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AHOI von der schönen Ostseeküste

Michael

https://www.facebook.com/pg/600mm/posts/?ref=page_internal
https://modellbahnblog.wordpress.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Piko-Weiche zu weich?
BeitragVerfasst: Mi 23. Nov 2016, 19:20 
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Registriert: Di 12. Mär 2013, 12:27
Beiträge: 36
Wohnort: Magdeburg
Bild

Die gebrauchten Messing-Fleischmann-Weichen aus der Bucht sind angekommen und gleich verbaut. Jetzt entgleist nichts mehr. Vielen Dank für die Tipps.

Ich werde aber auch versuchen, die "weichen" Weichenzungen der neuen PIKO-Weichen zu verstärken. Ich werde später berichten.

Es liegt m.E. am Gewicht der Wagen. Wenn man auf die Dapol Fertigfahrwerke einen leichten Aufbau aus Holz oder Pappe setzt, passiert das bestimmt auch nicht. Aber ich wollte die Wagen extra schwer haben und manche bringen auch etwas Gewicht auf die Waage. Leider liegt der Schwerpunkt nicht so tief, wie ich es mir wünschen würde.

L. G.

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Rübenbahner

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