Die Feldbahnsinnigen

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 Betreff des Beitrags: Kombinierter Personen- und Gepäckwagen Nr. 60 der M.P.S.B
BeitragVerfasst: Sa 17. Sep 2016, 22:18 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 94
Hallo Garten-, Feld- & Waldbahner,
wie schon im Baubericht der HF 130 C erwähnt habe ich als erstes Fahrzeug um ein Gefühl für 1-13,3 zu bekommen mir den "Milchwagen" der M.P.S.B. heraus gesucht. Es sollte nicht der Kleinste auch nicht der Größte sein und eine Mischung aus Personen- und Gepäckwagen. Darum ist die Wahl auf die Nr. 60 gefallen. Das dieses Gefährt ein Einzelstück der M.P.S.B. war habe ich erst später registriert.
Fangen wir an.
Das Buch über Die Mecklenburg - Pommersche Schmalspurbahn von Wolf-Dietger Machel besitze ich und habe damit genügend Zeichnungen von M.P.S.B. Fahrzeugen zum Nachbau parat.Verwendet habe ich 3 mm Pappelsperrholz, vorher ausgiebig abgelagert nach dem es von seiner atmungsdichten Folie befreit wurde und vor Baubeginn mit 240er Sandpapier geschliffen.
Das soll der Wagenkasten mit Abteiltür und Schiebetür für das Gepäckabteil werden.

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Die Gesamtfläche wurde in die einzelnen Bretter gleichmäßig unterteilt und die Fugen mit Hilfe von einem Winkel und Zimmermannsbleistift eingeritzt. Der Wadenkasten wird immerhin 695 mm lang.

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Das einzeichnen der Fenster

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Wagenkasten mit beiden Stirnwänden und ausgesägten Fensteröffnungen.

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Das zweite Holzteil dient der Verdoppelung der Stirnwand und auch der Leimfläche für die Seitenwand. Die weitere Funktion ist die Verlängerung der Stirnwand im Bereich der Pufferbohle.

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Die schmalen Holzleisten werden unten von innen gegen die Seitenteile geleimt und dienen später als Auflage des Wagenbodens.

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Da der Wagenboden länger als die Holzteile aus den Baumarkt sind, besteht er auch aus zwei Schichten. Diese werden mit Versatz aufeinander geleimt, allerdings mit einer Lücke von einer Materialstärke im Bereich der inneren Trennwand.

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Bis jetzt ist der Personenteil mit einem Stück Gepäckabteil in seine Form gebracht. Es folgt nun der Rest des Gepäckabteiles mit der Distanz der Schiebetür an den halbfertigen Wagenkasten. Ein Restholzstück wurde als Distanz zum verleimen mit eingeklemmt.

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Jetzt folgt die Schießung des Wagenkastens.

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Die erste Farbgebung mit Grün aus der Spaydose.

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Es folgt eine ausführliche Bebilderung zur Herstellung von Innenvertäfelung.
Als erstes das Trägerelement aus Graukarton für die Kaffeerührlöffel. Begonnen wird mit dem leimen von der Mitte nach beiden Seiten gleichmäßig nach Außen.

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Aus einem Spies die es zu Hauf in den Euro-Schrabelläden gibt wird mit einem Skalpel ein kleiner Minispatel geschnitten,

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um den austretenden Leim problemlos und ruckstandsfrei zu beseitigen.

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Wie schon im Baubericht der Waldbahnwagen erwähnt die Bildung einer Schattenfuge mittels eines Bleistiftes.

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Mehr muß nicht sein.

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Wenn zwei mit Bleistift bestrichene Leisten aneinander gefügt werden wird die Schattenfuge sichtbar.

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Nach dem trocknen und schleifen kann die Form anhand der Trägerschablone mit einem Skalpell sauber geschnitten werden. Anschließend lakieren und es ist fertig zum Einbau.

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Nun die Seitenteile in eben beschriebener Weise aufbauen.

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Detaikaufnahme mit Fensterbrett und Nagel für den Fensterlederriemen.

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Meine Wunschvorstellung war die Fenster öffnen zu können. Als Fenstescheibe kam Klarsichtverpackung zum Einsatz, die bei vielen Einkäufen als Müll anfallen. Den Fensterrahmen aus Teakholz realisierte ich aus gebeizten 0,5 mm starken Balsaholz das anschließend mit einem Leistenschneider in feine gleichmäßige Streifen geschnitten wurde. Die Balsastreifen verklebte ich mit Sekundenkleber auf die Klarsichtfolie. Aber Vorsicht den Sekundenkleber ca. 30 – 60 Sekunden ablüften lassen, damit der Großteil des ausgasenden Cyancrylates sich verflüchtigt hat. Cyancrylat ist der Bestandteil weicher auf Plastescheiben den häßlichen weisen Schleier erzeugt. Also gemach, gemach.

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Jetzt wird die Gesamzstärke des Fensterrahmens ermittelt

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und auf der Rückseite als Distanz und Führung für die Rahmen aufgeleimt.

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Funtionsprobe am Modell.

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Das gespritzte Grün aus der Spaydose gefiehl mir nicht. Der Wagenkasten wurde unter tiefen Durchatmen noch einmal abgeschliffen und mit einen Dickschichtlasur in Tannengrün erneuert. Der Farbton sieht fast so perfekt wie der Originale aus.

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Der Einbau der äußeren Fensterbretter.

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Scharniere enstehen bei mit aus den Metallstreifen von Schnellheftern.

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Eine Tür mit Scharnier benötigt natürlich auch eine Veriegelung. Ebenfalls schon beschrieben bei den Waldbahnwagen im Modell 3.

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Da es eine sichtbare Innenverkleidung gibt sieht es blöd aus wenn ein Riegel an der Wand lang schrammt. Also wird auf der Gegenseite der Klincke ein Schließblech simuliert.

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In der Tür muß natürlich Platz für den Riegel geschaffen werden. Daher sind die Türfenster nicht zum öffnen.

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Im eingebauten Zustand.

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Die Wölbungsstützen des Daches. Auch dieses soll zum abnehmen sein.

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Der Dielenboden im Bereich der Schiebetür vom Gepäckabteil

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und der Abteiltür

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Ausgelegt ist das Personenabteil mit Linoleum grün mamoriert.

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Es entsteht das Dach aus einzelnen Leisten.

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Nach dem trocknen wird es mit dem Schwingschleifer eben geschliffen.

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Die Dachhaut bestand aus Teer getränktem Segeltuch (Stoffbeutel). Damit beim verleimen nichts durch die Ritzen tropft kommen als Sperrschicht alte Karteikarten zu ihren letzten Einsatz.

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Die Dachhaut.

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Im Gepäckraum sind die Fenster von innen stoß geschützt. Außen sind die Haltegriffe und das Laufbrett für das Zugpersonal angebaut.

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Die Trittstufen und Haltegriffe an den Stirnwänden zum wechseln der Signalscheiben in Dachhöhe.

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Der Wagenkasten von unten mit eingelassenen M4 Schrauben als Drehgestellbolzen.

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Das Gepäckabteil benötigt selbstverständlich einen Tich für die Büroarbeit, einen Stuhl fürs Personal und ein Regal für Kleinkram.

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Damit es kein Stehabteil wird bekommen die Fahrgäste Sitzgelegenheiten in Form von Holzbänken.

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Die Rolleinrichtung der Schiebetür.

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Die Laufschiene war eine alte zurecht gebogene H0-Schiene.

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Die Halter für die Signalscheiben an der Dachkante.

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Und so sieht es aus wenn der Wagen in seinem Transportgestell auf Reisen geht.

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Über die Drehgestelle für diesen Wagen werde ich separat berichten.
Gebaut werden muß noch ein rauchender Kaminofen, weitere Sitzbänke und die Lederriemen für die Fenster.
Was mir auch nicht so richtig gefällt und ich nur als Provisorium ansehe ist die Stoßeinrichtung mit der Balancierekupplung. Deshalb gehe ich hier nicht näher darau ein bis mir eine akzeptable Lösung eingefallen ist.
Der Wagen in Schkeuditz 2015

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Gruß Thomas


Zuletzt geändert von Gärtner am Di 29. Mai 2018, 22:42, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kombinierter Personen- und Gepäckwagen Nr. 60 der M.P.S.B
BeitragVerfasst: So 27. Mai 2018, 10:56 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 94
Hallo Garten-, Feld- & Waldbahner,
auch bei meinem M.P.S.B. Wagen hat sich den Winter über etwas getan. Ich habe jetzt meine Sitzbänke fertig. Ob diese beim Original auch so angeordnet waren weis ich nicht.

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Für der Bollerofen am Eingang, den ich erst als rauchendes Modell bauen wollte, wird das Brandschutzblech für den Fußboden...

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und die Wandverkleidung angebracht.

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Und da steht er auch schon. Er ist aus zwei Druckteilen entstanden, vordere und hintere Hälfte, von denen ich vergessen hatte Detailaufnahmen zu machen. Als Ofenrohr dient mir ein 7 mm Trinkröhrchen mit Knickgelenk und ein etwas größeres, daß genau darübner paßt.

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Jetzt fehlen nur noch die Brandmanschetten für das Wagondach.

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Das Überrohr habe ich auf Länge gekürzt und im Dach verklebt.

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Dadurch bin ich in der Lage mein Wagendach zu lüften und mit Leichtigkeit das Ofenrohr wieder durch die Dachöffnung zu führen.

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Das Knickgelenk vom Trinkröhrchen ist mit schwarzer Farbe kaschiert und der Ofen auf dem Wagonboden festgeklebt.

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Die Balancierkupplungen sind als Druckteile schon fertig, aber ich hatte noch keine Zeit dafür. Auch gut, dann habe ich wieder mal was zu berichten.

Bis dahin Gruß Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Kombinierter Personen- und Gepäckwagen Nr. 60 der M.P.S.B
BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2018, 08:12 
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Registriert: Di 24. Nov 2009, 00:05
Beiträge: 1054
Wohnort: ehemaliger Müritzkreis
Hallo Thomas,

schööööööön :D

Viele Grüße
Christoph

_________________
aufräumen zerstört die natürlich gewachsene Struktur


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