Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: DIEMA DS 12 in 1:13
BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2017, 21:10 
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Hallo Feldbahnfreunde,

nach längerer Pause möchte ich heute einem neuen Baubericht beginnen.
Thema ist diesmal eine Feldbahnlok DIEMA DS 12 im Maßstab 1:13.

Vor vielen Jahren nahm ich mehrfach an den Modellbautagen im Frankfurter Feldbahnmuseum teil. Dort faszinierten mich die Feldbahnmodelle von Berthold Matthäus im Maßstab 1:22,5.
Darunter war auch eine DIEMA DS 12.

Bild
(Modellbautag am 7.5.2006 im Frankfurter Feldbahnmuseum)

Beim Stöbern in alten Fotos wurde ich wieder daran erinnert. Damit war die Idee geboren, diese Lok als Modell zu bauen aber diesmal im Maßstab 1:13. Eine technische Zeichnung fand ich in einem Feldbahnbuch, welche gescannt und maßstabsgerecht skaliert wurde.

Die DS 12 gab es mit verschiedenen Aufbauten. Ab etwa 1955 hatten die Loks den diematypischen eckigen Vorbau. Es gab offene Loks und welche mit Führerhaus. Ich habe mich für die offene Variante entschieden.

Das Modell soll aus Messing entstehen aber ich möchte diesmal soweit wie möglich auf Ätz-, Fräs- oder Laserteile verzichten. Damit will ich beweisen, dass Modellbau auch ohne großen Maschinenpark möglich ist. ;-)
Gesteuert werden soll das Modell mittels Deltang-Funkfernsteuerung.

Antrieb und Rahmen

In der Vergangenheit habe ich gelegentlich Antriebsblöcke von Aristocraft, zur Motorisierung meiner Modelle, verwendet. Diese Blöcke waren robust und mit mehreren Achsständen verfügbar. So gab es auch einen „Short Block“ mit einem kurzen Achsstand, der gut zu meiner DS 12 passen würde. Leider gibt es die Firma nicht mehr und die Erzeugnisse sind nicht mehr neu zu bekommen. Durch eine Suchanzeige im Buntbahnforum, kam ich doch noch in den Besitz eines neuwertigen Antriebs.

Die unpassenden originalen Räder wurden durch passende Feldbahnradsätze von Sierra Valley Enterprises ersetzt, die noch In meinem Fundus waren.

Bild

Mein Modellbaufreund Gerd hat mir dankenswerterweise die SVE-Räder auf die Achsen des Motorblocks montiert.

Aus Plexiglas habe ich einen Proberahmen gebaut. Da der Antriebsblock oben etwas aus dem Rahmen rausragt, musste die Grundplatte entsprechend ausgesägt werden.

Bild

In der Zwischenzeit wurde die Zeichnung für die Rahmenbauteile finalisiert und die notwendigen Blechteile bestellt. Nach kurzer Zeit erfolgte die Lieferung.

Bild

Nun konnte mit dem Bau des richtigen Lokrahmens begonnen werden. Zuerst erfolgte der, für den Motorblock notwendige, Ausschnitt in der Grundplatte. Das Sägen mit der Laubsäge ging, trotz der Materialstärke von 2mm gut voran. Nach Fertigstellung aller Rahmenteile wurden diese miteinander verlötet. Mit den verwendeten Materialstärken zwischen 1,5mm und 3 mm Messing, war mein normaler Gaslöter aber überfordert. Mit einem größeren Gerät aus dem Sanitärbedarf funktionierte es dann sehr gut.

Bild
24.06.2018: Bildlinks korrigiert

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Andreas


Zuletzt geändert von Strippenbahner am So 24. Jun 2018, 18:00, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2017, 21:13 
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Der Aufbau

Aus Stabilitätsgründen besteht der Aufbau aus Blechen mit einer Materialstärke von 1mm. Die notwendigen Öffnungen wurden wieder mit der Laubsäge ausgesägt.

Bild

Ergänzt um das Frontgitter und einige Profile, entstand so die Grundform des Aufbaus.

Bild

Der Vorbaudeckel entstand anschließend aus weiteren Bauteilen, mit Öffnungen für den Sandkasten und die Vorbauklappe.

Eigentlich wollte ich ein funktionsfähiges Scharnier für die Klappe im Vorbaudeckel haben aber alle erhältlichen Miniaturscharniere sind mir zu grob. Deshalb bleibt es erstmal bei einer Attrappe. Das lässt sich ggf. später korrigieren. Mit der Montage des Sandkastendeckels wurde das Modell wieder ein Stück vervollständigt.

Bild
24.06.2018: Bildlinks korrigiert

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Andreas


Zuletzt geändert von Strippenbahner am So 24. Jun 2018, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2017, 21:23 
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Kleinteile für den Aufbau

Wie anfangs festgelegt, wurden bisher alle Blechteile „aus dem Vollen“ gesägt und gefeilt. Für die Seitenklappen habe ich dann doch eine Ausnahme gemacht und einen Ätzfilm erstellt. Da darauf noch etwas Platz war, wurden Scharniere und Riegel mit draufgepackt.

Bild

Während meines letztjährigen Sommerurlaubs hat Thomas Engel die Teile für mich geätzt. Nach Erhalt habe ich zuerst einen Vorreiber für den Deckel zusammengelötet. Da sich dieser Deckel nicht öffnen lässt war es nicht zu schwer aber doch etwas fummelig.

Anschließend wurden die Scharniere zusammengebaut und auf die Vorbauklappen gelötet. Zusätzlich kamen noch zwei Drahtstücke mit drauf, die zukünftig die Vorreiber halten sollen. Das Auflöten der Gegenstücke auf den Vorbau war etwas knifflig.

Bild
Bild

Um die Vorbauklappen zu verschließen, brauche ich noch vier Riegel. Mein Ziel ist es auch diese funktionsfähig zu bauen. Also war Selbstbau angesagt. Die geätzten Riegel mussten an ein kleines Messingröhrchen angelötet werden.

Prinzipiell war das eine gute Idee, die aber zu einer ziemlichen Fummelei wurde. Ich brauchte mehrere Versuche, um die winzigen Teile miteinander zu verlöten. Als dies endlich geschafft war und ich nur noch die Röhrchen auf die richtige Länge bringen wollte, entwickelte die Trennscheibe so viel Wärme, dass einige Lötstellen wieder aufgingen – AARGHH.

Bild

Am Ende hat es doch geklappt.

24.06.2018: Bildlinks korrigiert

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Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2017, 21:27 
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Ein Sturm aus Glasperlen

Zum Jahresanfang 2017 hatte ich wieder ein paar Tage Urlaub. Somit konnte ich die Liste der noch fehlenden Kleinteile abarbeiten und die letzten Lötarbeiten durchführen. Durch das ungestörte Arbeiten, war ich nach einem Tag fertig. Abschließend wurde die Lok in die Einzelteile zerlegt und die Teile gereinigt. Im Anschluss ging alles zum Glasperlstrahlen. Aufgrund meiner guten Erfahrungen mit der OMZ 117, habe ich das wieder bei einer Fachfirma im Nachbarort erledigen lassen.

Ich denke, das Ergebnis spricht für sich:

Bild

Bild

Leider ist es momentan zu kalt zum Lackieren.

24.06.2018: Bildlinks korrigiert

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Andreas


Zuletzt geändert von Strippenbahner am So 24. Jun 2018, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2017, 22:00 
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Hallo Andreas,
das wird wieder ein sehr schönes Modell.
Hut ab vor der Handarbeit. Mit der Laubsäge Messingteile aussägen macht auch nicht mehr jeder.
Das Ergebnis überzeugt.

MfG

Ronald

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"Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist!"

Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2017, 16:07 
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Hallo Ronald,
sandbahner hat geschrieben:
Mit der Laubsäge Messingteile aussägen macht auch nicht mehr jeder.

für irgendwas muß der Werken-Unterricht in der Schule ja gut gewesen sein. Wobei wir da kein Messing gesägt haben. :D

Mit guten Sägeblättern, etwas Bohröl und viel Geduld geht das ganz gut.

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Gruß
Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Mi 18. Jan 2017, 14:07 
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Registriert: Di 22. Dez 2009, 11:07
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Hallo Andreas,

deine neue Diema gefällt mir sehr !

Welche DelTang-Komponenten wirst du einbauen ?

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Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

schamloser "0e Freelancer"
DelTang Funkloks 1:45


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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Fr 20. Jan 2017, 10:34 
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Beiträge: 85
Hallo Martin,
martin hat geschrieben:
Welche DelTang-Komponenten wirst du einbauen ?

Ich habe einen RX65-22 vorgesehen.

Bild
Eine offene Frage war lange, ob ich den vorhandenen 9,6V-Akkupack direkt an den RX65-22 anschließen kann oder stattdessen Lipos und einen Polulo-Stepupregler zu verbauen.
Davids Anwort war: "Hi, 9.6v is OK. Regards, David"

24.06.2018: Bildlink korrigiert

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Gruß
Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Fr 20. Jan 2017, 13:15 
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Beiträge: 2086
Hallo Andreas,
der RX-65 kann bis zu 18V vertragen.
Allerdings würde ich den nicht unbedingt einschweißen.
Da ist der Hitzetod vorprogramiert (meine Ersatzteilkiste ist voll mit abgerauchten Empfängern, meistens nur die Endstufe defekt, ansonsten sind die Empfänger noch brauchbar)
Zumindest den Bereich um die Leistungschips würde ich frei schneiden oder den Empfänger in einen "Käfig" sperren.
http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=61&t=1873

MfG

Ronald

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Karl Valentin


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 Betreff des Beitrags: Re: DIEMA DS 12 – ein neues Projekt in 1:13
BeitragVerfasst: Fr 20. Jan 2017, 20:10 
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Registriert: Di 22. Dez 2009, 11:07
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Wohnort: 31177 Harsum
Hallo Ronald,

ich kann deinen Ausführungen hinsichtlich des Einschweißens des Empfängers nur zustimmen.
Da muss Kühlung ran.

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Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

schamloser "0e Freelancer"
DelTang Funkloks 1:45


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