Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
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 Betreff des Beitrags: Mitfahrgarteneisenbahn auf 7 1/4 "
BeitragVerfasst: Fr 6. Dez 2019, 00:47 
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Hallo Garten-, Feld- und Waldbahner
ich habe keine Ahnung ob dieser Beitrag hier in`s Forum paßt, vom Fahrzeug her ja, aber von der Baugröße? In der Rubrik Anlagenbau habe ich nebenher mal erwähnt, daß eine fest aufgeständerte Gartenbahn mit der Spurweite von 45 mm im Bau ist. Nun geht ein Spruch so: “Je oller, desto doller”.
Da dachte ich mir das klingt gut und den setzte um. Das heist eine 7 ¼ Zoll (182 mm) Spur als Mitfahrgartenbahn im Maßstab 1:3,3. Diesen Wunsch gibt es schon lange und erste Ansätze in 5 Zoll Spur sind auch schon getätigt, aber nie zur Vollendung gekommen.

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Trotz längerer Pause in dieser Baugröße war der Wille weiter zu machen nie erloschen. Nach längerer und intensiverer Recherche ist ein Neuanfang gewagt worden, allerdings in 7 ¼ Zoll. Der Grund für diese Entscheidung liegt in der besseren Betriebsicherheit gegenüber der 5 Zoll Spurweite und die Möglichkeit ein 7 ¼ Zoll Fahrzeug auf 5 Zoll umspuren zu können. Als Vorbild wählte ich das Jehnbach JW 20

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Gedacht ist wie zum Beispiel bei einer N oder H0 Lok ein fertiges Fahrwerk zu bauen und später den Lokkasten einfach obendrüber zu stülpen. Deshalb beginnen wir mit meinem Lieblingsbaustoff Holz.
Das aussägen der Rahmenwangen

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und oben ein Deckel drauf. Den Ausschnitt für die Motoreinheit ist im nachhinein möglich. Verleimt wird mit wasserfesten 4 D Weisleim.

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Nun wird so ein Lokgehäuse aus Holz nicht allzuschwer um genügend Kampfgewicht (Reibungsgewicht), welches benötigt wird, auf die Schiene bringen. Daher die Überlegung den Holzpuffer als Urmodell für einen Betonguß zu verwenden.

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Die erste Grundierung ist aufgebracht, um die Saugfähigkeit des Holzes einwenig einzudämmen.

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Weiter geht es mit den Seitenwänden aus 5 mm Sperrholz. Unten an der Außenkante ist zur Stabilisierung und auch als große “U-Scheibe” mit 2 Komponentenkleber eine Aluleiste aufgeklebt.

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Die Anschlagleiste für die Seitenteile ist eine Hartholzleiste, welche auf denm Rahmen verleimt und verschraubt ist.

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Die zwei Seitenteile sollen ja mal eine komplette selbsttragende Motorhaube werden. Daher sind zwei Leisten in Überplattung und in Kombination Leim mit Holzdübel nötig.

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Es macht sich besser die Motorhaube später abnehmbar zu haben. Meine Lösung ist mittels M 4er Schrauben von außen die Haube am Rahmen zu befestigen. Damit das Gewinde ausrißfester ist, wird die Hartholzleiste mit einer weiteren Aluleiste und 2 Komponentenkleber innen verstärkt.

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Der Kühlergrill hatte mir anfangs Kopfzerbrechen bereitet, dabei ist es doch so einfach. Es wird geleimt und genagelt. Der Tesafilm auf dem Puffer dient als Trennschicht für möglicherweise austretenden Leim.

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Hier sind die erwähnten M4er Schrauben zusehen.

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Die Rückwand der Lok erfährt eine gleiche Vorgehensweise wie die Motorhabe. Es hat auch den Vorteil des seperaten lakierens der einzelnen Bauteile.

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An ihr ist auch die Stitzkiste (Bank) befestigt, die am Original auch als Werkzeugkiste diente. In ihr gedachte ich Steuerelemente unter zubringen.

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Nach einpaar Tagen des durchtrocknens ging es an den Deckel der Motorhaube. Wie das bewerkstelligen? Ganz einfach – den Queschnitt als Massivteil und das mehrfach hintereinander verleimen.

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Wenn alles gut gegangen ist und der Leim durchgetrocknet, dann wird geschliffen, geschliffen, geschliffen ……

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Jetzt kann auch der Rest des Kühlergrills fertig gestellt werden.

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Als Lüfftungsgitter diente mir Filterteile einer alten Dunstabzugshaube.

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Weiter bin ich noch nicht gekommen. Das Winkeleisen, der Motor und die Räder für das Fahrwerk sind schon da, es muß aber noch geschweißt werden.
Vielleicht ist dieser Bericht auf Interesse gestoßen. Warten wir ab, ob es mögliche Reaktionen gibt.

Bis dahin Gruß Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Mitfahrgarteneisenbahn auf 7 1/4 "
BeitragVerfasst: Fr 6. Dez 2019, 10:06 
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Moin Thomas,

was du wieder alles so machst ... schläfst du eigentlich auch mal :?: :roll:

Die Idee mit den Betongewichten finde ich gut.
Habe selber schon alte Dachfirstplatten aus gefärbtem Beton nachgegossen,
weil diese nicht mehr erhältlich sind und ich die neuen nicht mag.

Von 1:160 bis zu 1:3,3 baut er alles - Wahnsinn :P

Viele Grüße
Christoph

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aufräumen zerstört die natürlich gewachsene Struktur


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 Betreff des Beitrags: Re: Mitfahrgarteneisenbahn auf 7 1/4 "
BeitragVerfasst: Fr 6. Dez 2019, 12:09 
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Beiträge: 46
Hallo Thomas,

ein sehr schönes Werk! hast Du eine Vorstellung, was die fertige Lok wiegen wird? Nach meinen Erfahrungen sind 35kg das absolute Minimum, wenn man einen Erwachsenen (den Bediener!) oder zwei Kinder ziehen will.
Bei meiner 5" Dampfe habe ich jeden verfügbaren Holhlraum mit Stahl gefüllt irgendwie an die 100kg ran zu kommen.

Viele Grüße & frohes Bauen

Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Mitfahrgarteneisenbahn auf 7 1/4 "
BeitragVerfasst: Fr 6. Dez 2019, 20:03 
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Beiträge: 167
Hallo Gerd,
Mangels Fahrpraxis und Erfahrung kann ich hier keine konkrete Aussage machen. Nach mehrfachen Unterhaltungen mit 7 1/4 " Fahrern ist es anstrebenswert die 65 Kg Marke nicht zu unterschreiten, mehr ist besser. Zur Zeit wiegt dieser Holzaufbau knapp 7 Kg. Was der Fahrwerksrahmen samt Motor, Achsen und Batterien auf die Waage bringt weis ich noch nicht. Bei den Puffer schätze ich mit Einem etwa 10 kg zu erreichen. Desweiteren wollte ich später auch jeden zur Verfügung stehenden Hohlraum mit meinen Stahlkugeln verfüllen. Zum Beispiel eine zweite Innenwand in der Motorhaube oder der Rückwand anbringen und diesen Hohlraum auch mit den Stahlkugeln zu füllen. Die Stahlkugeln haben einen Durchmesser von etwa 1 mm. Sie dienen dazu die Sinterschicht nach der Abbindezeit einer Betonfläche preßluftbetrieben abzustahlen, damit für nachfolgende Hochbauten eine stabile Klebeverbindung entstehen kann. Und diese habe ich als Sackware in meiner Scheune lagern. Mal sehen wie weit ich den Winter über komme - zu viele offene Baustellen.

Euch Allen einen angenehmen 2. Advent
Gruß Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Mitfahrgarteneisenbahn auf 7 1/4 "
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2019, 21:25 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
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Hallo Garten-, Feld- und Waldbahner,
mein mittelgroßer Drucker war gestern Nachmittag frei für einen Testdruck eines Achslagers. Eine entsprechende Druckdatein hatte ich schon.
Das Ganze im mein Slicer (Schichtenschneider) programm geladen und druckfertig aufbereitet.

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Ich habe dann nochmal umgemodelt und doch den großen Drucker verwendet. Hier sind die ersten Bahnen vom Brim (Haftrand) zu sehen.

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Hier beginnt er den Druck des eigentlichen Druckteiles. Zu erst werden Umrisse, in meinem Fall Kreise, für Aussparungen gezogen.

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Dann folgen im Winkel von 45° die ersten nebeneinander gelegten Würste für die Fläche. Dieses wiederholt sich bei jeder Druckschicht mit dem Unterschied, daß die Druckrichtung wie beim Sperrholz immer um 90° versetzt wird. Meine Schichthöhe ist für diese Teilegröße recht grob, nämlich 0,3 mm und eine Fülldichte von 50%. Bei der reduzierten Fülldichte geht es weniger um die Materialmenge, sondern in erster Linie um die Druckzeitlänge.

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Nach 3,5 Stunden das fertige Druckteil noch auf der Glasplatte

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und so nach dem entfernen der Brimschicht und dem ersten beschleifen mit der Sandpapierfeile.

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Wenn alles zur Zufriedenheit geschliffen ist, glätte ich zum Schluß die Oberfläche mittels eines Flachpinsels und etwas Aceton.

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Über Nacht war ein zweites Achslager fertig. Heute Früh startete ich den Druck für ein Drittes und nach dem Frühstück hatte ich diese Überraschung, Druck war fertig nur das Teil war unvollständig?

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In der Nahaufnahme sieht man schön die versetzten Druckschichten und die veringerte Fülldichte.

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Bei einem Drucker, egal welcher Preisklasse (Glaubensfrage), sollte man in der Lage sein den Grund für ein Problem erkennen können. Sonst sitzt man recht unbeholfen vor seinem Drucker und weis nicht so recht weiter. Da kann schon mal Druckerfrust aufkommen. Bei mir war in diesem Fall das Filament gerissen?? Der Grund dafür war unscheinbar und fiel nicht sofort auf. Ich drucke mit 1,75 mm ABS und die Einführdüse am Förderer (Extruder) erlaubt eine Toleranz bis 1,80 mm. Beim erneuten einfädeln des Filamentes für einen neuen Druck bemerkte ich, daß es nicht in das Teflonführungsröhrchen eingezogen wird. Der Übeltäter war eine Verdickung mitten im Filament.

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Diese Erfahrung spricht nicht gerade für den Filamenthersteller.
Ich werde noch die anderen beiden Achslager drucken und Euch am einpassen am Rahmen wieder teilhaben lassen.

Bis dahin Gruß Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Mitfahrgarteneisenbahn auf 7 1/4 "
BeitragVerfasst: Mi 18. Dez 2019, 11:12 
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Beiträge: 30
Hallo Thomas und alle Mitleser,

obwohl die Mitfahreisenbahn nicht so ganz mein Thema ist (oder noch nicht?), habe ich besonders Deinen letzten Eintrag mit der 3D-Druckerei mir recht interessiert angeschaut. Die Druckerei ist bei mir ebenfalls noch kein Thema, aber man soll sich ja informieren und da finde ich besonders gut, dass Du hier diese Bilderfolge eingestellt hast, so dass man die Schritte gut nachvollziehen kann. Meine Frage bezieht sich auf die Menge des Filament-Materials, was Du hier für ein Achslager verbrauchst. Soweit ich in einschlägigen Läden gesehen habe, wird das in Rollenform angeboten und Deine Achslager sind lt. der grünen Arbeitsunterlage im Bild geschätzt ca. 17 cm breit, also insgesamt sicherlich sehr materialintensiv. Gibt es denn diese Filamentrollen in entsprechender Größe, um den Druck ohne Unterbrechung durchlaufen zu lassen? Bei einer "Draht"stärke von 1,75 mm und der Größe Deines Druckteiles ist man doch ganz schnell bei 100m (oder noch mehr) angekommen. Mach doch mal bitte eine Angabe, wie sich so ein Druck mengenmäßig darstellt. Ich möchte nicht ketzerisch gegenüber dem Druckverfahren dastehen, aber wäre es nicht effektiver, die Grundplatte aus "herkömmlichen" Material (gewichtsmäßig würde man da sicher auf Eisen zurückgreifen) herzustellen, entsprechend zu bohren und nur das Federpaket und das eigentliche Achslager zu drucken?

...fragt sich der Lindenauer, der eigentlich vom 3D-Drucken keine Ahnung hat, aber lernfähig ist.

Grüße Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Mitfahrgarteneisenbahn auf 7 1/4 "
BeitragVerfasst: Do 19. Dez 2019, 15:36 
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 18:55
Beiträge: 167
Hallo Micha
bei diesem Modellmaßstab gebe ich dir vollkommen Recht die 3D Druckerei zumindest einmal zu überdenken. Da bei mir die Achslager nur Attrappen sind, hatte ich den 3D Druck gewagt. Bei funktionalem Einsatz wären sie aus Metall, auch des Gewichtes wegen. Vielleicht ist es auch für andere Mitleser interessant was ich am Bildschirm sehe, während ich die Druckdatei aufbereite.
Beginnen wir mit der STL-Datei die bei mir auf dem Rechner liegt. Diese wird durch Doppelklick aufgerufen.

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Dabei startet mein Steuerprogramm Repetier-Host in dem meine Datei virtuell auf dem Druckbett des ausgewählten Druckers landet.

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Diese Lage ist für einen Druck nicht optimal, hohes Bauteil mit der Schmalseite auf der Druckplatte und freie Überhänge, weshalb es flach gelegt wird. Dazu gehen wir oben rechts auf das Kreisverkehrsymbol, welches ein neues Menü öffnet.

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Beim drücken der Gradzahl 90°, in dem Fall der X-Achse, verändert sich die Lage des Bauteiles. Bei 270° liegt es flach auf dem Druckbett. Diese Schritte müssen zu erst ausgeführt werden, bevor das Druckteil in druckbare Schichten zerlegt wird.

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Paßt soweit alles benutzen wir den Schaltreiter „Slicer“. Das Steuerprogramm Repetier-Host hat das separate Schichtschneide (Slicer) programm „Cura“ mit dabei. Dabei erscheint uns eine neue Bedienoberfläche. Hier kann ich Änderungen an den einzelnen Positionen vornehmen.

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Ich wähle die separat abgespeicherte Einstellungen von meinem Drucker „JG Aurora ABS 0,3 mm“, die zusätzliche Haftungsart „Brim“ und die recht grobe dazu passende Schichthöhe von 0,3 mm aus. Weiterhin habe ich den Schieberegler bei „Fülldichte“ auf 50% geschoben.

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Nach diesen Einstellungen wird der große Schaltreiter “Slice mit CuraEngine” (blau hinterlegt) aktiviert.

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Der Slicer ist aktiv und spuckt uns nach einpaar Sekunden diese Informationen auf den Bildschirm. Augenfällig ist das zu erwartende Druckergebnis zu sehen. In der rechten Spalte finden wir Informationen wie die etwaige Druckzeit, die Menge der Druckschichten, die Menge der Druckzeilen (wie oft die Druckdüse hin und her fährt) und auch die Länge des benötigten Filamentes, in diesem Falle 26,897 m.

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Rechts in der Mitte bei „Darstellungen“ gibt es die Möglichkeit das geschnittene Druckteil in seinen einzelnen Schichten zu betrachten. Dazu setze ich den blauen Punkt von „Zeige alles“ auf „Zeige ein Layer“ und unser Druckbett (Glasplatte) ist leer.

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Nun kann ich über den Schieberegler oder die Pfeiltasten hoch-runter jede einzelne Schicht betrachten und habe so die Möglichkeit vor dem Druck erkennbare Fehler durch überarbeiten der Konstruktionsdatei diese auszumerzen. Zu sehen ist die erste Schicht mit 100% Füllung und der zusätzlichen Haftungsfläche Brim.

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Zweite Schicht ohne Brim.

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Bei der Schicht elf ist die reduzierte Füllung von 50% durch die lichtere Darstellung gut zuerkennen.

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Schicht 28 zeigt die letzte Druckschicht für die Federn. Andere Bereiche des Druckteiles sind schon fertig und werden nicht mehr berücksichtigt.

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In der Schicht 53 stehen wir kurz vor dem Ende des Druckes.

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Ihr habt bisher immer schräg von oben auf die Druckplatte geschaut. Darum habe ich sie mal geneigt, um zu zeigen wie die Schicht 53 im virtuellen Raum schwebt.

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Jetzt zeige ich euch mal zum Vergleich ein Druck mit stark redizierter Füllung und die daraus resultierende Beeinflußung auf die Druckzeit und Filamentlänge. Ich betätige erneut den Schaltreiter „Slicer“ belasse alle Einstellungen bis auf die Fülldichte die ich extrem auf nur 10% setze.

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Rechts könnt ihr sehen das sich die Druckzeit auf eine ¾ Stunde reduziert hat, die Zeilenanzahl ist verringert und Filament wird auch weniger verbraucht.

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Bis zur Schicht 5 ist alles beim Alten

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und ab Schicht 6 ist sehr deutlich der Unterschied zu der 50%digen Füllung zu sehen.

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Das fertige Ergebniss kennt ihr ja.
Noch einmal zum Filament. Angeliefert bekommt ihr es so.

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Ich verwende 1,75 mm ABS-Material zu einem Kilo pro Rolle und für 15,- bis maximal 25,- Euronen. In der Länge aufgerollt entspricht es etwa 1000 m. ABS verwende ich zum einen der besseren Verarbeitung wegen (befeilen, verschweißen mit Aceton) und der besseren Hitzeverträglichkeit (direkte Sonneneinstrahlung), um meine Modelle auch im Sommer unter freien Himmel verzugsfrei betreiben zu können. Wären in Auto`s Kunststoffteile aus PLA verbaut, würden sie im Sommer spätestens nach einem längere Einkauf dahin geschmolzen sein. Soviel zu dem Pseudo-Bio-Kunststoff-Gehabe, nur Naive nehmen es für bare Münze.

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Frei drehbar wird dann das Filament am Drucker oben

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oder auch seitlich aufgehangen.

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Eine weitere Frage war nach der Sinnhaftigkeit eines 3 D Druckes. Bei mir hat es auch eine Weile des Umdenkens gebraucht. Betrachtet man die Druckzeit und sitzt wartend vor dem Drucker bis er denn endlich fertig ist, artet dies schnell in Frust aus. Aus einer anderen Sicht betrachtet bedeutet, daß das geslicte Bauteil ohne weitere Baumaßnahmen bis zur Fertigstellung dem Drucker überlassen wird der ohne eingreifen zu müssen alleine arbeitet, während man etwas anderes tut. Löcher in die Luft stieren zum Beispiel. Ich muß also keine weiteren baulichen Nachfolgeschritte, außer entgraten und Löcher nachbohren, mehr tun. Ein weiterer Vorteil vom 3D Druck ist, daß dieser Druckauftrag durch seine mehrfache Wiederholbarkeit gegenüber der händischen Herstellung keine Einzelanfertigung bleiben muß. Zu überlegen wäre allerdings das Endbauteil elektronisch zu zerlegen und flächige Baugruppen zu fräsen oder lasern, was die Herstellung auf alle Fälle effizienter macht.
Es gäbe noch mehr über den 3D Druck zu berichten, aber daß macht nur Sinn wenn Andere auch der Druckerei frönen. Dann aber in der Rubrik Modellbau - 3D Druckerei.

Ich hoffe einstweilen geholfen zu haben.
Bis dahin Gruß Thomas

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