Die Feldbahnsinnigen

Forum für Modellfeld-und Kleinbahnen
Aktuelle Zeit: Fr 7. Mai 2021, 15:55

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Deltang mit DIETZ-Sound
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2021, 23:05 
Offline

Registriert: Sa 20. Feb 2021, 15:49
Beiträge: 7
Hallo Deltang-Freunde,

kurz zu mir und meinem Projekt. Ich fahre auf der Gartenbahn seit 20 Jahren mit 3 Loks mit Funk - Locolinc, eine Lok davon mit DIETZ-Sound. Stromversorgung erfolgt durch ein Labor-Netzteil mit 16V über die Gleise, die Loks haben einen Gleichrichter und einen großen Elko 10.000mF zum Puffern verbaut.
Jetzt habe ich unter anderem hier von Deltang gelesen und nach langem Überlegen mich dafür entschieden.

Ich habe bei micron radio control in GB einen Sender Tx22X und 3 Empfänger Rx65C in der geupgradeten Version bis 18V bestellt. Lieferung erfolgte recht schnell, durch den Zoll jetzt dauert es am Ende ca. 3 Wochen, aber trotzdem recht unkompliziert.

Zuerst habe ich die Stainz auf Akku umgebaut. 2 A123 LiFePO Zellen in Reihe in den Kessel ergeben 6,6V mit einem Spannungsbooster hatte ich dann ca.12V. Den Deltang Rx65 eingebaut, an F1 und F2 das Front bzw. Rückfahrlich angeschlossen und alles funktioniert perfekt. Die Feinfühligkeit der Steuerung und auch die Reichweite im Garten sind perfekt für mich, ich bin total begeistert. Mit einem Mehrfachschalter unter dem Führerhaus schalte ich ein (dann leuchtet die Führerstandlampe mit den 6,6V des Akkus als Zeichen, das Spannung anliegt.Dann kan man noch ausschalten oder auf Laden gehen, dann wird der Akku zum laden auf die LGB-Steckdose an der Führerhausrückwand geschalten. Ein Tiefentladeschutz ist nicht notwendig, der LiFePo in der Becherzelle ist unkritisch gegen entladen und die Lok zieht im Schnitt 700 mA aus dem 2.300Ah Akku, also das reicht locker für einen Fahrtag. danach wird immer wieder geladen.

Als nächstes Projekt habe ich mir die HF110 Schlepptenderlok 99 4652 vorgenommen. Locolinc Empfänger im Tender raus gemacht, den Empfänger hinter den Gleichrichter mit Elko gehangen, angeschlossen, was soll ich sagen, perfektes Fahrverhalten. Dann wollte ich natürlich die vielen Funktionstasten des Empfängers nutzen und habe mir ein älteres xclusiv2 Dietz-Soundmodul dieser Lok beschafft. Das lies sichnoch manuell über verschiedene Funktionseingänge für die jeweiligen Funktionen schalten. Über P5 und latching des Kanal 5 wollte ich das Stand- und Fahrgeräusch zuschalten, der Mittlere Taster mit Kanal 4 war der Pfeife zugeordnet, Kanal7 hat über den rechten Schalter und den umprogrammierten P8 die Glocke geschaltet (latching). Der linke Schalter mit Kanal3 bediente das Fahren mit offenen Zylinderhähnen. So der Plan, da die DIETZ-Module nach "gnd" bzw. "-" geschalten werden und die DELTANG das ja auch machen. Funktion für Funktion habe ich das Soundmodul angeschlossen, alles funktionierte problemlos. 2 Tage lang habe ich probiert und mich an den Funktionen erfreut, die (fast) perfekt geklappt haben. Einziges Phänomen: Beim Einschalten war immer das Standgeräusch (also Kanal5 an P5) angeschalten, obwohl lt. Doku von Deltang "start high" beim Start sein müsste und die Verbindung zu gnd erst nach dem Schalten. So habe ich das zumindest verstanden. Am Soundmodul lag es nicht, im Standalone-Betrieb funktionierte das Standgeräusch nur beim Verbinden mit gnd. Auch funktionierte das Schalten über den Bindetaster nicht immer 100%, das war komisch, aber nicht tragisch. Alle anderen Funktionen wie Glocke oder Pfeife bzw. Fahren mit offenen Zylinderhähnen klappte immer.
Das ganze war aber noch im Stadium des Aufbaus "neben dem Tender der Lok". Zumindest des relati großen Soundmodules. Alle Drähte und Kabel waren mit Schrumpfschlauch isoliert, der Deltang war in durchsichtigen Schrumpfschlauch "gesichert". Dann habe ich Paltz für den Lautsprecher geschaffen (Bleibalast verkleinert), das Soundmodul mit doppelseitigem Klebeband auf einer Depronplatte befestigt und im Tender befestigt. Alles passte perfekt, Tender zugeschraubt und nichts ging mehr? Scheiße. Nichts, absolute Funkstille, als ich mit Klemmen Spannung an die Schienenschleifer angelegt habe. Sofort wieder abgemacht, Tender aufgeschraubt. Nichts erkennbar.
Auch keine potentiellen Kurzschlussstellen. Sukzessive alles wieder zurückgebaut.
Der Deltang blinkert, wenn ich Spannung anlege recht unmotiviert ohne Schema mal kurz, eher so ein flackern. Ein Reset mit Verbindung von P1und P2 glaubte ich gestern hat gewirkt, der Rx65 blinkte dann langsam. Nach dem Trennen von der Spannung und Neuanlegen blinkte er schnell wie im Bindemodus. Aber gebunden hat er nicht, wenn ich den Tx22 auch in den Bindemodus gebracht habe. Heute wollte ich weiter probieren, da blinkerte er wieder seltsam. Das Soundmodul hat beim Anlegen von Spannung einen Brummton, aber bis auf die Pfeife gehen alle Funktionen. Die Pfeife krächzt nur noch, das Modul ist schon auf dem Weg zu Hr. Dietz.
Ich bin ratlos? Noch ein Detail: Ich habe die Spannung gemssen, zum Testen hatte ich einen Gleichspannungstrafo aus DDR-Zeiten an der Werkbank. Der lieferte 15V, die gingen über den Gleichrichter.nach dem Gleichrichter ist der Pufferelko, dieser treibt die Spannung auf 20V hoch??? nehme ich den Elko raus, kommen auch nur die 15V an. Der Deltang ist nur bis 18V zugelassen, aber kurz so eine geringe Überspannung sollte nicht die Ursache sein. Aber warum steigt die Spannung durch den Elko??? Als Verbraucher hatte ich jetzt zum Schluss nur noch 3x19V Glühlämpchen der Tenderbeluchtung dran hängen.

Danke, wenn jemand eine Idee hätte. Keine Ursache für so ein Problem zu kennen ist Mist.

Ralph


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Deltang mit DIETZ-Sound
BeitragVerfasst: Do 25. Feb 2021, 20:16 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: Mo 23. Nov 2009, 22:48
Beiträge: 2322
Hallo,
erstmal Willkommen im Forum!

Spannung an den Schienenschleifern?
Hast du Lok eventuell verkehrtrum auf das Gleis gesetzt, also + und - vertauscht?
Die Fehlfunktionen des Soundmoduls deuten darauf hin.

Ich würde DT Empfänger niemals an einem Trafo testen!!!!
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4a/Gleichrichter.svg/640px-Gleichrichter.svg.png?1614276444056
Ohne die Elkos pulsiert die Gleichspannung , erst durch die Elkos wird die Gleichspannung geglättet, dabei steigt die Leerlaufspannung, welche unter Last meistens wieder auf den angestrebten Wert zurück geht. In deinem Fall, ohne Elkos 15 V, mit Elkos 20V, können auch kurzzeitig mehr sein, was u.U. den Empfänger gegrillt hat.
Auch zum Testen nehme ich immer ein Akkupack.

Falls es nicht an der Überspannung lag:
Du hast einen TX 22 als Sender. hast du den Empfänger gebunden und getestet und dann im eingeschalteten Zustand den Kanal gewechselt?
Nach dem Zurückschalten auf den ursprünglichen Kanal reagiert der Empfänger nicht mehr?

Den Empfänger kannst du auch selber relativ einfach umprogramieren.
Entsprechende Software findest du hier im Forum:
http://www.die-feldbahnsinnigen.de/forum/viewtopic.php?f=61&t=2259

Einen toten Empfänger erweckt die Software leider nicht mehr zum Leben :-(

MfG

Ronald

_________________
Die Irrwege einiger weniger führen Millionen ins Verderben!


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Deltang mit DIETZ-Sound
BeitragVerfasst: Do 25. Feb 2021, 21:46 
Offline

Registriert: Sa 20. Feb 2021, 15:49
Beiträge: 7
Hallo Ronald,

vielen Dank für Deine Infos, Du hast mir schon mal sehr geholfen mit neuen Ideen.

Meine Antworten:

Schienenschleifer falsch herum? Kann nicht sein, weil ja danach der Gleichrichter kommt und der Elko. Der war fest verdrahtet, also ausgeschlossen.

Das erstmalige Binden habe ich an einem 9,9V Akku (3S-LiFePO) gemacht, stimmt. Da aber das DIETZ-Soundmodul mind. 12V benötigt, habe ich danach auf den Trafo gewechselt. Hat aber dann auch meist funktioniert, lief aber über den Gleichrichter und Elko.

Meine letzten Test´s habe ich wieder ausschließlich mit dem Trafogemacht, stimmt, hier werde ich morgen wieder den 9,9V Akku raus holen.
Ich halte Euch auf dem Laufenden!

De FActo war der Trafo keine gute Idee, aber kaputt gehen sollte deshalb nichts, richtig? Das ich eine geglättete Gleichspannung brauche kenne ich auch von Locolinc, deshalb auch dort ein Labornetzgerät. Aber halt draußen an der Gartenbahn und nicht an der Werkbank ;-)

Die Software kenne ich, ein Prog4 ist schon bestellt, auch ein USB-Serial Adapter.

Danke!
Gruß
Ralph


Zuletzt geändert von Rate am Do 25. Feb 2021, 22:16, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Deltang mit DIETZ-Sound
BeitragVerfasst: Do 25. Feb 2021, 22:16 
Offline

Registriert: Sa 20. Feb 2021, 15:49
Beiträge: 7
Hallo Ronald,

Dein Tip war Gold wert :)

Gleich meinen Vater angerufen, es hat in mir rumurt, er sollte den 9,9V Akku vorbei bringen. Angeschlossen und der Empfänger funktioniert wieder. Zumindest ohne Sound, der ist ja zum Check beim DIETZ.
Der hässliche Trafo war ein Teil des Problems. Nicht des ganzen Problems, denn es hat ja funktioniert mit dem Trafo und dem Soundmodul hinter dem Gleichrichter und Elko. Und dann erstmal wieder nicht, Grund unbekannt.

Aber jetzt kann ich erstmal wieder fahren ohne Sound, halt wie bisher, nur viel feinfühliger als mit Locolinc. Und der Empfänger ist nicht defekt :-)

Aufgeben tue ich nicht mit dem Sound, aber meinen Testaufbau mit dem Trafo muss ich ändern ...

Gruß
Ralph


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Deltang mit DIETZ-Sound
BeitragVerfasst: Fr 26. Feb 2021, 15:02 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: Mo 23. Nov 2009, 22:48
Beiträge: 2322
Hallo,
noch ein Tip:
Falls du deine Loks nie wieder mit Schienenstrom betreiben möchtest, ist es besser, alle hemmenden Teile aus dem Antrieb auszubauen, also Radschleifer und Stromabnehmer.
Du wirst sehen, der Stromverbrauch sinkt rapide und es reicht ein 2 zelliger Lipoakku um eine vorbildgerechte Geschwindigkeit zu erreichen.
Dadurch reichen auch normale 12V Empfänger, wie der RX-60/61/62.

MfG

Ronald

PS: die Deltang Empfänger funktionieren auch sehr gut mit den Benedini Soundmodulen

MfG

Ronald

_________________
Die Irrwege einiger weniger führen Millionen ins Verderben!


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Deltang mit DIETZ-Sound
BeitragVerfasst: Fr 26. Feb 2021, 17:37 
Offline

Registriert: Sa 20. Feb 2021, 15:49
Beiträge: 7
Hallo Ronald,

ich verfolge die Szene schon länger sehr genau und habe natürlich bei meiner Akku-Stainz all diese Teile ausgebaut. Mit dem 2s-2.300mAh LiFePO und ca. 2-3h Fahrzeit bin ich aber sehr gut bedient.

Und ja, auch für die 99 4652 und meine IVK plane ich mal einen Akku-Umbau, auch hier mit einem LiFePO, allerdings 4s und 13V, denn die Soundmodule brauchen >12V. Die Benedini Soundmodule haben keinen richtigen Dampfloksound für meine deutschen Loks.
Und im Tender der 99 4652 ist aktuell durch das recht große Soundmodul und den großen Lautsprecher kein wirklicher Platz. Aber alles der Reihe nach. Mit dem Labornetzteil und einer Pufferung mit 10.000mircoF Elko habe ich bei den großen Loks auch im Freien keine Probleme. Nur der Einsatz auf anderen Anlagen ist eingeschränkt.

Ralph


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Deltang mit DIETZ-Sound
BeitragVerfasst: Mo 1. Mär 2021, 21:41 
Offline

Registriert: Sa 20. Feb 2021, 15:49
Beiträge: 7
Hallo Deltang-Freunde,

heute nun kann ich vermelden, dass alles fehlerfrei funktioniert. Das Soundmodul wurde von DIETZ zurück geliefert, fehlerfrei, alle Probleme entstanden nur durch den sinusförmigen Gleichstrom meines Uralt-Trafos, der zwar mit dem Gleichrichter und dem Kondesnsator etwas geglättet wurden, aber für einen stabilen Betrieb reichte das nicht aus. Mal ging es, mal nicht. Dann hatte ich den Kondensator als Problem ausgemacht und ausgebaut, dann ging überhuapt nichts mehr. Jetzt habe ich mit einem 4s Lipo getestet, funktioniert wirklich perfekt.

Die auch bei Deltang auf der Website gezeigte Trafo-Lösung mit Schienenstrom, Gleichrichter und Kondensator funktioniert nur, wenn der Trafo ein geglätteten Gleichstrom liefert. Wie gesagt, ich nutze schon aus Locolinc-zeiten ein Labornetzteil, da funktioniert das im Garten. An der Werkbank mit nem alten Trafo dann nur Probleme.

Und der Dietz-Sound xclusicve2 ist direkt an die Funktionsausgänge P1-8 des Deltang angeschlossen. Das fahrtrichtungsabhängige Licht in form von 19V Glühlampen hängt an F1 und F2. Programmieren mit dem Programmer funktioniert auch, habe mal am Tater S1 unten den Nothalt einprogrammiert.
Vorteile des DIETZ-Sounds: Für deutsche Dampfloks gibt es viele Sounds. Die Ansteuerung direkt über die Funktionsausgänge vom Deltang funktionieren perfekt, durch die programmierbaren Tasten oder Schalten kann man wirklich alle Funktionen nutzen. Glocke und Dampfgeräusch wird geschalten, Pfeife und fahren mit offenen Zylinderhähnen wird getastet. Mehr Sound brauche ich nicht. Und auf meinem Schalter S3 des TX22x habe ich mit "tief" noch eine Position frei, z..B. ein Entkupplerservo.
Nachteil DIETZ: Das Soundmodul braucht 12V, gerade bei Akkubetrieb ist das ne Menge.

Also Deltang überzeugt mich voll. Auch wenn der Anfang schwierig war und ein paar graue Haare erzeugt hat.

Und das programmieren ist auch einfach, wenn man sich mal reingedacht hat. Mit DT-Programmer oder auch manuell.

Gruß
Ralph


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Impressum

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de